Erreichbarkeit
Server, DNS und HTTPS müssen funktionieren. Die Seite darf keinen dauerhaften Fehler ausgeben.
Eine hilfreiche Seite kann nur über die Suche sichtbar werden, wenn Suchmaschinen sie erreichen, verarbeiten und der richtigen URL zuordnen können. Technisches SEO schafft dafür die Grundlage – von Indexierung und Sitemap bis zur Mobilansicht und Ladeleistung.
Technisches SEO umfasst Einstellungen und Website-Eigenschaften, die das Crawling, Rendern, Indexieren und eindeutige Zuordnen von Inhalten beeinflussen.
Dazu gehören unter anderem erreichbare Links, Indexierungsregeln, XML-Sitemaps, Canonical-Angaben, Weiterleitungen, HTTP-Statuscodes, mobile Inhalte, Ladeleistung, HTTPS und die technische Einbindung strukturierter Daten.
Du musst dafür nicht jede Serverfunktion selbst programmieren. Viele Einstellungen übernimmt dein Website-System. Du solltest aber verstehen, welche Funktion eine Einstellung besitzt und welche Folgen ein falscher Haken haben kann.
Server, DNS und HTTPS müssen funktionieren. Die Seite darf keinen dauerhaften Fehler ausgeben.
Suchmaschinen müssen wichtige Seiten über crawlbare Links entdecken und abrufen können.
Die Seite darf nicht durch noindex ausgeschlossen sein und sollte eine eindeutige Hauptversion besitzen.
Inhalte, Navigation und Bedienelemente müssen mobil, sicher und mit stabiler Darstellung funktionieren.
Google beschreibt die Suche in mehreren Stufen. Nicht jede entdeckte URL wird automatisch gecrawlt, indexiert oder ausgespielt.
Google findet URLs unter anderem über interne Links und Sitemaps und kann die Seite anschließend abrufen.
Google verarbeitet HTML, Medien und bei Bedarf JavaScript, um den sichtbaren Seiteninhalt zu erfassen.
Google analysiert Inhalt und Seitensignale und entscheidet, ob und unter welcher URL Informationen in den Index aufgenommen werden.
Google: So funktionieren Crawling, Indexierung und Ausspielung →
Diese Einstellungen werden häufig verwechselt. Entscheidend ist, ob du Crawling steuern, Indexierung verhindern oder Inhalte wirklich schützen möchtest.
| Werkzeug | Hauptaufgabe | Geeignet für | Nicht geeignet für | Beispiel |
|---|---|---|---|---|
| robots.txt | Abruf bestimmter URLs oder Bereiche durch unterstützte Crawler steuern | Crawler-Zugriffe auf unwichtige oder ressourcenintensive Bereiche begrenzen | eine Webseite sicher aus Suchergebnissen entfernen oder vertrauliche Inhalte schützen | User-agent: * Disallow: /interner-bereich/ |
| noindex | eine erreichbare Seite von der Indexierung und Ausspielung ausschließen | Dankeseiten, interne Suchergebnisse oder bewusst nicht öffentliche Suchseiten | Passwortschutz oder Schutz sensibler Daten | <meta name="robots" content="noindex"> |
| Passwort / Zugriffskontrolle | Inhalte nur berechtigten Personen zugänglich machen | Kundenbereiche, vertrauliche Dokumente und private Inhalte | allgemeine SEO-Steuerung öffentlich zugänglicher Seiten | Login oder serverseitiger Zugriffsschutz |
Eine Sitemap hilft Suchmaschinen beim Entdecken wichtiger URLs. Sie ist jedoch ein Hinweis und keine Garantie für Crawling oder Indexierung.
Viele Baukästen und CMS erzeugen sie automatisch. Prüfe zunächst, ob bereits eine Sitemap vorhanden ist.
Eine Seite sollte indexierbar sein, einen erfolgreichen Status liefern und nicht auf eine andere URL weiterleiten.
Der Sitemaps-Bericht zeigt, ob Google die Datei abrufen und verarbeiten konnte.
Neue Seiten, gelöschte URLs und Weiterleitungen sollten sich korrekt in der Sitemap widerspiegeln.
Ähnliche oder identische Inhalte können durch Parameter, Druckansichten, Varianten oder technische Systeme unter mehreren URLs erreichbar sein.
Mit rel="canonical"
gibst du an, welche URL du für einen identischen oder sehr ähnlichen Inhalt bevorzugst.
Prüfe die von Google gewählte kanonische URL in der URL-Prüfung der Search Console.
Kanonische URLs mit rel="canonical" und weiteren Methoden festlegen →
Der HTTP-Status zeigt, ob eine Seite erfolgreich erreichbar, verschoben, nicht gefunden oder technisch fehlerhaft ist.
Die URL liefert den erwarteten Inhalt aus.
Die alte URL soll dauerhaft durch eine neue URL ersetzt werden.
Die alte URL bleibt grundsätzlich die Ausgangsadresse und die Umleitung ist nur temporär gedacht.
Die angeforderte Ressource existiert nicht oder wurde entfernt.
Die Website kann die Anfrage vorübergehend oder dauerhaft technisch nicht korrekt verarbeiten.
Die URL liefert technisch „erfolgreich“, zeigt aber faktisch eine leere, entfernte oder nicht hilfreiche Fehlerseite.
Google verwendet die mobile Version einer Website für Indexierung und Ranking. Deshalb muss sie inhaltlich und technisch vollständig sein.
Überschriften, Texte, Bilder, Videos und interne Links dürfen mobil nicht ohne Grund fehlen.
Wichtige Seitensignale sollten in der mobilen Version ebenfalls vorhanden und korrekt sein.
Inhalte sollten nicht ausschließlich durch eine Nutzeraktion geladen werden, die ein Crawler nicht ausführt.
Prüfe verschiedene Bildschirmgrößen, Browser und langsame Verbindungen statt nur die Desktop-Vorschau.
Best Practices für mobile Websites und Mobile-first Indexierung →
Die Core Web Vitals messen reale Nutzererfahrungen. Gute Werte unterstützen eine angenehme Nutzung, ersetzen aber weder hilfreiche Inhalte noch passende Suchintention.
Misst, wann das größte sichtbare Inhaltselement im Viewport geladen ist.
Misst die Reaktionsfähigkeit auf Nutzerinteraktionen während des Seitenbesuchs.
Misst unerwartete Layout-Verschiebungen während der Nutzung.
Die Website sollte vollständig und ohne gemischte unsichere Ressourcen über HTTPS erreichbar sein.
Google kann JavaScript rendern. Trotzdem sollten wichtige Inhalte, Links und Metadaten zuverlässig im gerenderten Ergebnis vorhanden sein.
JSON-LD kann bestimmte sichtbare Inhalte maschinenlesbar beschreiben. Es garantiert weder Ranking noch eine besondere Suchdarstellung.
Prüfe einzelne URLs, Indexierungsstatus, Sitemaps, Core Web Vitals und verschiedene technische Berichte.
Search Console öffnen →Analysiere Ladeleistung und Core Web Vitals für Mobil- und Desktopdarstellung.
PageSpeed Insights öffnen →Prüfe, ob unterstützte strukturierte Daten technisch erkannt werden und welche Fehler bestehen.
Rich Results Test öffnen →Kontrolliere Mobilansicht, Netzwerkdateien, Fehler, gerenderte Elemente und Layout-Verschiebungen.
Rufe beide Dateien direkt im Browser auf und prüfe, ob sie erreichbar und inhaltlich plausibel sind.
Klicke Navigation, Buttons, Formulare und wichtige interne Links auf Smartphone und Desktop vollständig durch.
Die Seite liefert einen erfolgreichen Status und ist öffentlich erreichbar.
robots.txt blockiert keine benötigten Seiten oder Ressourcen.
noindex ist auf indexierbaren Zielseiten nicht gesetzt.
Canonical zeigt auf die richtige bevorzugte URL.
Die bevorzugte URL steht in der XML-Sitemap.
Interne Links führen direkt und ohne unnötige Weiterleitung zur Seite.
Gelöschte URLs liefern 404/410 oder eine fachlich passende Weiterleitung.
Die mobile Version enthält den vollständigen Hauptinhalt.
HTTPS funktioniert ohne Zertifikats- oder Mixed-Content-Fehler.
Seitenelemente verschieben sich beim Laden nicht störend.
Buttons, Menüs, Formulare und Links reagieren mobil zuverlässig.
Wichtige Inhalte sind im gerenderten HTML sichtbar.
Strukturierte Daten entsprechen dem sichtbaren Seiteninhalt.
URL-Prüfung und Search-Console-Berichte zeigen keine ungeklärten Probleme.
Eine CMS-Einstellung verhindert unbeabsichtigt die Aufnahme in Suchergebnisse.
Die Seite wird nur vom Abruf ausgeschlossen, statt sauber aus dem Index entfernt zu werden.
Noindex-, Weiterleitungs- oder 404-URLs werden als bevorzugte Seiten eingereicht.
Eine eigenständige Seite verweist versehentlich auf eine andere und wird dadurch falsch zugeordnet.
Unterschiedliche entfernte Inhalte werden ohne fachlich passenden Ersatz pauschal weitergeleitet.
Wichtige Texte, Links oder strukturierte Informationen sind nur auf Desktop vorhanden.
Ein einzelner Labortest wird optimiert, während echte Nutzerprobleme, Inhalte und Bedienbarkeit unbeachtet bleiben.
URL-Änderungen, neue Templates, Skripte und Weiterleitungen erzeugen mit der Zeit unbemerkte Fehler.
Der kostenlose SEO-Leitfaden begleitet dich von der Seitenplanung bis zu den wichtigsten technischen und inhaltlichen Optimierungsschritten.
Die aktuelle Seite ist gelb markiert. Als Nächstes lernst du, Indexierung und Suchleistung direkt in der Google Search Console zu prüfen.
Technisches SEO umfasst Maßnahmen, die Suchmaschinen den Zugriff, das Rendern, die Indexierung und die eindeutige Zuordnung deiner Seiten erleichtern. Dazu gehören unter anderem robots.txt, noindex, Sitemap, Canonical, Weiterleitungen, Statuscodes, Mobilansicht und Ladeleistung.
robots.txt steuert in erster Linie, welche URLs ein Crawler abrufen darf. noindex weist Suchmaschinen an, eine erreichbare Seite nicht in den Suchergebnissen anzuzeigen. Eine durch robots.txt blockierte Seite kann unter Umständen trotzdem als URL bekannt sein.
Eine Sitemap ist besonders bei größeren, neuen, bildreichen oder komplex verlinkten Websites hilfreich. Sie ist ein Hinweis auf bevorzugte URLs, garantiert aber weder Crawling noch Indexierung.
Ein Canonical-Tag zeigt deine bevorzugte URL für identische oder sehr ähnliche Inhalte. Google behandelt ihn als starkes Signal, kann in bestimmten Fällen aber eine andere kanonische URL auswählen.
Eine Weiterleitung ist sinnvoll, wenn eine URL dauerhaft oder vorübergehend an eine andere Adresse verschoben wird. Bei einer dauerhaften Änderung wird normalerweise eine permanente serverseitige Weiterleitung verwendet.
Die Core Web Vitals messen reale Nutzererfahrung bei Ladeleistung, Reaktionsfähigkeit und visueller Stabilität. Die aktuellen Kernmetriken sind LCP, INP und CLS.
Google verwendet die mobile Version einer Website für Indexierung und Ranking. Deshalb sollten wesentliche Inhalte, strukturierte Daten, interne Links und Meta-Angaben mobil ebenso vollständig verfügbar sein.
Beginne mit der URL-Prüfung und den Berichten der Google Search Console. Ergänzend helfen PageSpeed Insights, der Rich Results Test, ein Browser-Test auf Mobilgeräten und die Prüfung deiner Sitemap und Seiteneinstellungen.