Google-Ads-Abkürzungen einfach erklärt – CTR, CPC, CPA, ROAS und Co. wirklich verstehen
Google Ads wirkt am Anfang wie eine eigene Sprache: CTR, CPC, CPA, ROAS, PMax, RSA, Impression Share, Smart Bidding und zahlreiche weitere Begriffe erscheinen gleichzeitig in Spalten, Empfehlungen und Anleitungen.
Diese Seite übersetzt die wichtigsten Abkürzungen in verständliches Deutsch, zeigt Formeln mit einfachen Zahlenbeispielen und erklärt, welche Kennzahl du als Anfänger tatsächlich für eine Entscheidung verwenden kannst.
Von der Anzeige bis zum tatsächlichen Geschäftsergebnis
Viele Anfänger betrachten einzelne Zahlen isoliert. Die Kennzahlen ergeben aber erst als zusammenhängende Strecke Sinn: Eine Anzeige wird eingeblendet, ein Nutzer klickt, verursacht Kosten, führt vielleicht eine Conversion aus und wird eventuell später zu einem profitablen Kunden.
Die wichtigsten Google-Ads-Begriffe für deinen Start
Du musst nicht sofort jedes Kürzel beherrschen. Mit diesen zwölf Begriffen kannst du bereits verstehen, wie Sichtbarkeit, Klicks, Kosten, Conversions und Wirtschaftlichkeit grundsätzlich zusammenhängen.
Impressionen
Wie oft deine Anzeige eingeblendet wurde.
Zeigt Reichweite, aber noch kein Interesse oder Ergebnis.Klicks
Wie oft Nutzer deine Anzeige angeklickt haben.
Ein Klick ist ein Websitebesuch, noch keine Conversion.CTR
Click-through-Rate beziehungsweise Klickrate.
Klicks ÷ Impressionen × 100.CPC
Cost-per-Click beziehungsweise Kosten pro Klick.
Kosten ÷ Klicks.Conversion
Eine von dir definierte wichtige Handlung.
Zum Beispiel Kauf, Anfrage oder Terminbuchung.Conv.-Rate
Anteil der Interaktionen, die zu Conversions führen.
Conversions ÷ Interaktionen × 100.CPA
Cost-per-Action beziehungsweise Kosten pro Conversion.
Kosten ÷ Conversions.Conversion-Wert
Der wirtschaftliche Wert einer Conversion.
Bei Shops oft Bestellwert, bei Leads ein abgeleiteter Wert.ROAS
Return on Ad Spend.
Conversion-Wert ÷ Werbekosten × 100.Suchanfrage
Der echte Text, den ein Nutzer bei Google eingibt.
Nicht mit dem hinterlegten Keyword verwechseln.Qualitätsfaktor
Diagnosewert von 1 bis 10 auf Keyword-Ebene.
Kein direkter Auktionsfaktor und kein Gewinnnachweis.Anzeigenrang
Werte, die Auslieferung und Position in der Auktion bestimmen.
Unter anderem Gebot, Qualität, Kontext und Assets.Google-Ads-Kennzahlen ausführlich erklärt
Die folgenden Karten zeigen nicht nur die ausgeschriebene Bedeutung. Du siehst außerdem, wie die Kennzahl berechnet wird, wie ein einfaches Zahlenbeispiel aussieht und welche Fehlinterpretation du vermeiden solltest.
Impressionen
Impr.Eine Impression wird gezählt, wenn deine Anzeige ausgeliefert wird. Sie zeigt, wie oft deine Werbung sichtbar war – nicht wie viele einzelne Menschen sie gesehen haben.
Keine Formel: Jede erfasste Auslieferung zählt als Impression.
Deine Anzeige wurde an einem Tag 2.000-mal eingeblendet. Dann stehen in der Spalte „Impressionen“ 2.000.
Prüfe Impressionen zusammen mit Klickrate, Impression Share, Kosten und Conversions. Viele Impressionen ohne Klicks können auf eine unklare Anzeige oder unpassende Suchanfragen hinweisen.
Klicks
ClicksEin Klick zeigt, dass jemand mit deiner Anzeige interagiert und in der Regel deine Zielseite geöffnet hat. Er beweist noch nicht, dass der Nutzer gekauft oder angefragt hat.
Keine Berechnung: Google Ads zählt die erfassten Klicks.
Von 2.000 Impressionen klicken 80 Nutzer auf die Anzeige. Das Konto zeigt 80 Klicks.
Bewerte Klicks nie allein. Lies die tatsächlichen Suchanfragen und prüfe, ob aus den Klicks wertvolle Conversions entstehen.
CTR – Click-through-Rate
CTRDie Klickrate zeigt, welcher Anteil der Impressionen zu einem Klick geführt hat. Sie hilft dir einzuschätzen, ob Anzeige und Suchthema Interesse auslösen.
CTR = Klicks ÷ Impressionen × 100
80 Klicks ÷ 2.000 Impressionen × 100 = 4 % CTR.
Eine höhere CTR ist nicht automatisch besser. Eine reißerische Anzeige kann viele falsche Nutzer anziehen. Entscheidend bleiben Suchanfrage, Conversion und Geschäftswert.
CPC – Cost-per-Click
CPCCPC bedeutet Kosten pro Klick. Der tatsächliche CPC entsteht in der Auktion. Der durchschnittliche CPC zeigt, was du im gewählten Zeitraum im Mittel pro Klick bezahlt hast.
Durchschnittlicher CPC = Gesamtkosten ÷ Klicks
240 Euro Kosten ÷ 80 Klicks = 3 Euro durchschnittlicher CPC.
Ein günstiger CPC kann wertlose Besucher bringen. Ein höherer CPC kann sinnvoll sein, wenn daraus deutlich häufiger profitable Kunden entstehen.
CPM – Cost per Mille
CPMCPM steht für Kosten pro 1.000 Impressionen. Die Kennzahl wird vor allem bei reichweitenorientierter Display- oder Videowerbung verwendet.
CPM = Kosten ÷ Impressionen × 1.000
50 Euro Kosten ÷ 25.000 Impressionen × 1.000 = 2 Euro CPM.
CPM bewertet die Kosten der Sichtbarkeit, nicht die Qualität der Klicks oder Verkäufe. Für Lead- und Verkaufskampagnen brauchst du zusätzliche Kennzahlen.
CPV – Cost-per-View
CPVCPV beschreibt die durchschnittlichen Kosten für einen erfassten Videoaufruf beziehungsweise eine relevante Videointeraktion, abhängig vom verwendeten Anzeigenformat.
Durchschnittlicher CPV = Kosten ÷ erfasste Aufrufe
120 Euro Kosten ÷ 3.000 erfasste Aufrufe = 0,04 Euro CPV.
Ein günstiger Videoaufruf beweist nicht, dass Nutzer sich an deine Marke erinnern oder später kaufen. Ergänze Reichweite, View-Rate und Conversions.
Conversion
Conv.Eine Conversion ist eine wichtige Handlung, die du selbst definierst. Das kann ein Kauf, eine erfolgreiche Anfrage, eine Buchung, ein Anruf oder ein später importierter Abschluss sein.
Keine feste Formel: Die Handlung muss technisch gemessen und korrekt zugeordnet werden.
Ein Nutzer klickt auf deine Anzeige und sendet das Kontaktformular erfolgreich ab. Diese Formularübermittlung kann als Conversion zählen.
Prüfe, ob die Handlung wirklich wertvoll ist. Ein Buttonklick oder Formularstart sollte nicht automatisch dieselbe Bedeutung wie ein Kauf erhalten.
Conversion-Rate
Conv.-RateDie Conversion-Rate zeigt, welcher Anteil der Anzeigeninteraktionen zu einer Conversion geführt hat.
Conversion-Rate = Conversions ÷ Anzeigeninteraktionen × 100
8 Conversions ÷ 80 Klicks × 100 = 10 % Conversion-Rate.
Eine hohe Rate kann durch ein zu leichtes Ziel entstehen. Prüfe deshalb immer, welche Conversion gezählt wird und ob daraus echte Kunden entstehen.
CPA – Cost-per-Action
CPADer durchschnittliche CPA zeigt, wie viel eine gemessene Conversion im Durchschnitt gekostet hat. In deutschen Konten siehst du häufig „Kosten/Conv.“.
CPA = Gesamtkosten ÷ Conversions
240 Euro Kosten ÷ 8 Conversions = 30 Euro CPA.
Ein CPA von 30 Euro ist nur dann gut, wenn die Conversion wirtschaftlich mehr als 30 Euro wert ist und die gemessenen Leads oder Verkäufe ausreichend Qualität besitzen.
CPL – Cost per Lead
CPLCPL ist ein allgemeiner Marketingbegriff für die Kosten pro Lead. Im Google-Ads-Konto entspricht er häufig dem CPA einer Lead-Conversion.
CPL = Werbekosten ÷ Anzahl der Leads
600 Euro Werbekosten ÷ 20 Anfragen = 30 Euro CPL.
Unterscheide Formularlead, qualifizierten Lead und gewonnenen Kunden. Der günstigste CPL kann die schlechteste Abschlussquote besitzen.
CPO – Cost per Order
CPOCPO beschreibt die Werbekosten pro Bestellung. Der Begriff wird häufig im E-Commerce außerhalb der direkten Google-Ads-Spalten verwendet.
CPO = Werbekosten ÷ Bestellungen
1.000 Euro Werbekosten ÷ 50 Bestellungen = 20 Euro CPO.
Vergleiche den CPO mit Marge, Retouren, Versandkosten und Neukundenwert. Umsatz allein reicht für eine Profitabilitätsbewertung nicht aus.
Conversion-Wert
Conv.-WertDer Conversion-Wert beschreibt die wirtschaftliche Bedeutung einer Conversion. Bei einem Shop kann der tatsächliche Bestellwert übermittelt werden. Bei Leads kann ein nachvollziehbarer Durchschnittswert verwendet werden.
Der Wert wird über Tracking, Import oder eine definierte Bewertungslogik übermittelt.
Drei Bestellungen besitzen Werte von 80, 120 und 200 Euro. Der gesamte Conversion-Wert beträgt 400 Euro.
Verwende keine Fantasiewerte. Wertbasierte Gebote können nur sinnvoll arbeiten, wenn die Unterschiede zwischen Conversions realistisch abgebildet werden.
ROAS – Return on Ad Spend
ROASROAS zeigt das Verhältnis zwischen gemessenem Conversion-Wert und Werbekosten. Er betrachtet die Anzeigenkosten, nicht automatisch alle Unternehmenskosten.
ROAS = Conversion-Wert ÷ Werbekosten × 100
2.000 Euro Conversion-Wert ÷ 500 Euro Werbekosten × 100 = 400 % ROAS. Pro Werbe-Euro wurden vier Euro Conversion-Wert gemessen.
400 % ROAS bedeutet nicht automatisch Gewinn. Einkauf, Personal, Retouren, Gebühren und Steuern sind in dieser Kennzahl nicht vollständig enthalten.
ROI – Return on Investment
ROIROI ist eine umfassendere Wirtschaftlichkeitskennzahl. Sie versucht den Gewinn im Verhältnis zum gesamten eingesetzten Kapital zu bewerten.
Vereinfachtes Beispiel: ROI = Gewinn ÷ Investition × 100
500 Euro Gewinn ÷ 1.000 Euro Gesamtinvestition × 100 = 50 % ROI.
ROAS und ROI sind nicht dasselbe. ROAS betrachtet Werbewert zu Werbekosten; ROI soll den tatsächlichen Gewinn im Verhältnis zur Investition einordnen.
tCPA, tROAS, Smart Bidding und Gebotsstrategien
Gebotsstrategien bestimmen, worauf Google innerhalb deines Budgets optimiert. Sie können Klicks, Conversions, Conversion-Wert oder Sichtbarkeit priorisieren. Die Strategie ist nur so sinnvoll wie die Ziele und Daten, die du ihr bereitstellst.
Max. CPC – Maximaler Cost-per-Click
Der höchste Betrag, den du bei manuellen CPC-Geboten grundsätzlich für einen Klick bieten möchtest. Der tatsächliche CPC kann darunterliegen.
Manueller CPC – Manual CPC
Du legst Gebote selbst auf Kampagnen-, Anzeigengruppen- oder Keyword-Ebene fest, abhängig von der Struktur.
Klicks maximieren – Maximize Clicks
Google setzt Gebote automatisch, um innerhalb des Budgets möglichst viele Klicks zu erzielen.
Conversions maximieren – Maximize Conversions
Google versucht innerhalb des Budgets möglichst viele der ausgewählten primären Conversions zu erzeugen.
Conversion-Wert maximieren – Maximize Conversion Value
Die Gebote sollen möglichst viel gemessenen Conversion-Wert innerhalb des Budgets erzeugen.
tCPA – Target Cost per Action
Ziel-CPA ist der gewünschte durchschnittliche Betrag pro Conversion. Einzelne Conversions dürfen darüber oder darunter liegen.
tROAS – Target Return on Ad Spend
Ziel-ROAS gibt an, welchen durchschnittlichen Conversion-Wert du im Verhältnis zu den Werbekosten anstrebst.
Smart Bidding – Automatische Conversion-Gebote
Google nutzt Signale zum Auktionszeitpunkt, um Gebote auf Conversions oder Conversion-Wert auszurichten.
Portfolio-Strategie – Portfolio Bid Strategy
Eine gemeinsame Gebotsstrategie kann für mehrere Kampagnen verwendet werden.
Ziel-Impressionsanteil – Target Impression Share
Die Strategie richtet Gebote auf eine gewünschte Sichtbarkeit aus, zum Beispiel oben oder ganz oben auf der Suchergebnisseite.
QS, eCTR, Ad Rank und weitere Qualitätsbegriffe
Der sichtbare Qualitätsfaktor hilft bei der Diagnose. Der Anzeigenrang wird dagegen für die konkrete Auktion neu bestimmt und berücksichtigt mehrere Faktoren. Beide Begriffe dürfen nicht gleichgesetzt werden.
QS – Quality Score / Qualitätsfaktor
Diagnosewert von 1 bis 10 auf Keyword-Ebene. Er vergleicht Anzeigen- und Landingpage-Qualität mit anderen Werbetreibenden.
eCTR – Expected Click-through Rate
Voraussichtliche Klickrate. Sie schätzt, wie wahrscheinlich ein Klick im jeweiligen Vergleich ist.
Ad Relevance – Anzeigenrelevanz
Bewertet, wie gut die Anzeigenbotschaft zur Suchabsicht hinter dem Keyword passt.
LP Experience – Landingpage-Erfahrung
Bewertet, wie relevant und hilfreich die Zielseite für den Nutzer nach dem Klick ist.
Ad Rank – Anzeigenrang
Eine Gruppe von Werten bestimmt, ob deine Anzeige ausgeliefert werden kann und wo sie relativ zu anderen berechtigten Anzeigen erscheint.
Ad Rank Thresholds – Schwellenwerte für den Anzeigenrang
Grenzwerte entscheiden, ob eine Anzeige überhaupt beziehungsweise an bestimmten Positionen erscheinen kann.
Assets – Anzeigen-Assets
Zusätzliche Bestandteile wie Sitelinks, Zusatzinformationen, Bilder oder Anrufmöglichkeiten.
Auction – Anzeigenauktion
Bei jeder geeigneten Suche wird neu bestimmt, welche Anzeigen teilnehmen, erscheinen und an welcher Stelle eingeordnet werden.
Impression Share, Top IS und verlorene Reichweite
Diese Spalten zeigen, wie viel mögliche Sichtbarkeit du erhältst und warum zusätzliche Impressionen verloren gehen könnten. Sie ersetzen die frühere einfache Vorstellung einer dauerhaften „durchschnittlichen Position“.
IS – Impression Share / Anteil an möglichen Impressionen
Erhaltene Impressionen geteilt durch die geschätzte Zahl der Impressionen, für die deine Anzeige berechtigt gewesen wäre.
Search IS – Anteil an möglichen Impressionen im Suchnetzwerk
Wie viel der möglichen Suchreichweite du tatsächlich erhalten hast.
Search lost IS (budget) – Entgangener Anteil wegen Budget
Geschätzter Anteil möglicher Suchimpressionen, der wegen eines zu niedrigen Budgets verloren ging.
Search lost IS (rank) – Entgangener Anteil wegen Anzeigenrang
Geschätzter Anteil möglicher Suchimpressionen, der wegen eines zu niedrigen Anzeigenrangs verloren ging.
Impr. (Top) % – Impressionen oben in Prozent
Anteil deiner tatsächlichen Impressionen, die oberhalb der organischen Suchergebnisse erschienen.
Impr. (Abs. Top) % – Impressionen ganz oben in Prozent
Anteil deiner tatsächlichen Impressionen, bei denen deine Anzeige die erste Anzeige oberhalb der organischen Ergebnisse war.
Search top IS – Möglicher Impressionsanteil oben
Erhaltene obere Impressionen geteilt durch die geschätzten möglichen oberen Impressionen.
Search abs. top IS – Möglicher Impressionsanteil ganz oben
Erhaltene Impressionen als allererste obere Anzeige geteilt durch die geschätzten möglichen Impressionen an dieser Stelle.
Search, PMax, Shopping, Demand Gen und weitere Kampagnenarten
Kampagnentypen unterscheiden sich darin, auf welchen Flächen Anzeigen erscheinen, welche Inhalte benötigt werden und in welcher Situation Nutzer erreicht werden.
Search – Suchkampagne
Textanzeigen und weitere Formate erreichen Nutzer, die aktiv nach Produkten, Dienstleistungen oder Informationen suchen.
PMax – Performance Max
Zielbasierter Kampagnentyp mit Zugriff auf mehrere Google-Kanäle wie Suche, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps.
Shopping – Shopping-Kampagne
Produktdaten aus dem Merchant Center werden für produktbezogene Anzeigen verwendet.
Demand Gen – Demand-Gen-Kampagne
Visuelle Kampagnen sollen Nachfrage und Interesse auf Google-Flächen erzeugen.
Display – Displaykampagne
Bild-, Text- und responsive Anzeigen erscheinen auf Websites, Apps und weiteren Flächen.
Video – Videokampagne
Videoanzeigen werden vor allem auf YouTube und verbundenen Flächen ausgespielt.
App – App-Kampagne
Kampagnen fördern App-Installationen oder wichtige In-App-Aktionen.
Local / Store Goals – Lokale Ziele
Kampagnen können Ladenbesuche, Wegbeschreibungen oder weitere lokale Handlungen unterstützen, sofern verfügbar.
RSA, DSA, AI Max und wichtige Anzeigenbegriffe
Besonders im Bereich Suchanzeigen verändern sich Funktionen und Automatisierungen regelmäßig. Die Abkürzungen helfen dir, ältere Anleitungen von aktuellen Funktionen zu unterscheiden.
RSA – Responsive Search Ad
Du hinterlegst mehrere Anzeigentitel und Beschreibungen. Google testet unterschiedliche Kombinationen.
DSA – Dynamic Search Ads
Dynamische Suchanzeigen verwenden Inhalte deiner Website, um relevante Suchanfragen und Zielseiten abzudecken.
AI Max – AI Max for Search
Eine Funktionssammlung für Suchkampagnen, die Suchbegriffabgleich und Asset-Optimierung mit Google AI erweitert.
Asset Group – Asset-Gruppe
In Performance Max werden Texte, Bilder, Videos, Zielgruppensignale und weitere Inhalte in Asset-Gruppen organisiert.
Sitelink – Sitelink-Asset
Zusätzlicher Link zu einer passenden Unterseite, etwa Preise, Leistungen oder Kontakt.
Callout – Zusatzinformation
Kurze nicht anklickbare Vorteile oder Merkmale wie „Kostenlose Erstberatung“.
Structured Snippet – Snippet-Erweiterung
Zeigt strukturierte Listen, zum Beispiel angebotene Leistungen oder Marken.
Pinning – Anheften
Bei RSA können bestimmte Titel oder Beschreibungen auf Positionen festgelegt werden.
GA4, GTM, GCLID, UTM, CRM und Conversion-Tracking
Diese Begriffe beschreiben, wie Anzeigeninteraktionen, Websitehandlungen und spätere Geschäftsergebnisse erfasst und miteinander verbunden werden.
GA4 – Google Analytics 4
Web- und App-Analyseplattform von Google. Ereignisse und Schlüsselereignisse können für Auswertungen und Verknüpfungen genutzt werden.
GTM – Google Tag Manager
Werkzeug zur Verwaltung von Tags, Triggern und Variablen über einen Container.
GCLID – Google Click Identifier
Automatisch angehängte Klick-ID, die eine Anzeigeninteraktion für Messung und Zuordnung kennzeichnen kann.
UTM – Urchin Tracking Module
Parameter wie utm_source, utm_medium und utm_campaign beschreiben Traffic-Quellen in Analytics-Systemen.
CRM – Customer Relationship Management
System zur Verwaltung von Leads, Kunden, Vertriebsstufen und Abschlüssen.
Consent Mode – Einwilligungsmodus
Übermittelt den Einwilligungsstatus an Google-Tags und passt deren Verhalten an.
Enhanced Conversions – Erweiterte Conversions
Ergänzen bestehende Messung mit gehashten selbst erhobenen Kundendaten, sofern korrekt und zulässig eingerichtet.
Offline Conversion – Offline-Conversion
Spätere Ereignisse wie qualifizierter Lead oder Auftrag werden zurück in Google Ads importiert.
Attribution – Attribution
Regeln bestimmen, wie Conversion-Anteil auf beteiligte Anzeigeninteraktionen verteilt wird.
DDA – Data-driven Attribution
Datengetriebene Attribution verteilt Conversion-Anteile anhand beobachteter Beiträge der Interaktionen.
Account, Campaign, Ad Group, Keyword und Search Term
Eine verständliche Kontostruktur hilft dir, Budget, Ziele, Suchintentionen, Anzeigen und Landingpages sauber voneinander zu trennen.
Account – Google-Ads-Konto
Oberste Verwaltungsebene für Abrechnung, Nutzerzugriff, Conversion-Ziele und Kampagnen.
Campaign – Kampagne
Ebene für Budget, Gebotsstrategie, Standorte, Netzwerke und weitere zentrale Einstellungen.
Ad Group – Anzeigengruppe
Bündelt thematisch zusammengehörige Keywords und Anzeigen in Suchkampagnen.
Keyword – Keyword
Ausrichtung, mit der du relevante Suchanfragen abdecken möchtest.
Search Term – Suchanfrage
Der echte Text, den ein Nutzer eingegeben hat und der zur Anzeigeninteraktion führte.
Negative Keyword – Ausschließendes Keyword
Verhindert Auslieferung bei bestimmten unpassenden Suchrichtungen.
Broad Match – Weitgehend passende Option
Google kann bedeutungsbezogen eine größere Bandbreite von Suchanfragen abdecken.
Phrase Match – Passende Wortgruppe
Deckt Suchen ab, die die Bedeutung des Keywords enthalten können.
Exact Match – Genau passend
Deckt Suchen mit derselben Bedeutung oder Absicht wie das Keyword ab.
Landingpage – Zielseite
Seite, auf der ein Nutzer nach dem Anzeigenklick landet.
Begriffe, die ähnlich klingen, aber etwas anderes bedeuten
Viele Fehlentscheidungen entstehen nicht durch fehlende Daten, sondern durch die falsche Interpretation zweier ähnlich klingender Kennzahlen.
Keyword vs. Suchanfrage
Keyword ist deine Ausrichtung. Die Suchanfrage ist die echte Eingabe des Nutzers.
Klick vs. Conversion
Ein Klick öffnet die Zielseite. Eine Conversion ist eine definierte wichtige Handlung danach.
CPC vs. CPA
CPC sind Kosten pro Klick. CPA sind Kosten pro Conversion.
CPA vs. Ziel-CPA
CPA ist das tatsächlich gemessene Ergebnis. Ziel-CPA ist der gewünschte Durchschnitt der Gebotsstrategie.
ROAS vs. Gewinn
ROAS vergleicht Conversion-Wert und Werbekosten. Gewinn berücksichtigt weitere Kosten.
Impressionen vs. Impression Share
Impressionen sind tatsächliche Auslieferungen. Impression Share vergleicht sie mit den geschätzten möglichen Auslieferungen.
Top-Rate vs. Top-Impression-Share
Top-Rate betrachtet den Anteil deiner erhaltenen Impressionen oben. Top IS vergleicht obere Impressionen mit dem geschätzten möglichen oberen Potenzial.
Qualitätsfaktor vs. Anzeigenrang
Qualitätsfaktor ist ein sichtbarer Diagnosewert. Anzeigenrang wird in jeder Auktion aus mehreren Faktoren bestimmt.
Conversion-Wert vs. Umsatz
Conversion-Wert kann Umsatz darstellen, muss es aber nicht. Bei Leads ist er oft ein Modellwert.
Primär vs. sekundär
Primäre Conversions steuern normalerweise Gebote. Sekundäre dienen meist der Beobachtung.
Diese acht Punkte prüfst du als Anfänger jede Woche
Beginne mit einer kleinen, festen Reihenfolge. Dadurch erkennst du schneller, ob Geld für passende Suchanfragen ausgegeben wird und ob die gemessenen Conversions tatsächlich wertvoll sind.
1. Kosten
Wie viel wurde im Zeitraum ausgegeben?
2. Suchanfragen
Wofür genau wurde das Geld ausgegeben?
3. Klicks und CTR
Reagieren Nutzer auf die Anzeige?
4. Conversions
Welche wichtige Handlung wurde gemessen?
5. CPA
Was kostet ein gemessenes Ergebnis?
6. Lead- oder Verkaufsqualität
Was wurde aus den Conversions?
7. Conversion-Wert und ROAS
Welcher Wert wurde im Verhältnis zu den Kosten erzeugt?
8. Impression Share
Gibt es zusätzliches Sichtbarkeitspotenzial?
Google-Ads- und Online-Werbung-Lexikon von A bis Z
Dieses Lexikon fasst die wichtigsten Abkürzungen und Fachbegriffe kompakt zusammen. Die ausführlichen Erklärungen weiter oben helfen dir bei der Einordnung.
Drücke unter Windows Strg + F oder auf dem Mac Cmd + F . Gib anschließend zum Beispiel „CPA“, „ROAS“, „PMax“ oder „Conversion-Rate“ ein.
Häufige Fragen zu CTR, CPC, CPA, ROAS und Co.
Die Antworten helfen dir dabei, Kennzahlen nicht nur auswendig zu lernen, sondern im echten Konto richtig zu verwenden.
Muss ich alle Abkürzungen kennen, bevor ich Google Ads starte?
Nein. Für den Anfang reichen Impressionen, Klicks, CTR, CPC, Conversion, Conversion-Rate, CPA, Suchanfrage und dein tatsächlicher Geschäftswert. Die übrigen Begriffe kannst du nachschlagen, wenn sie in deinem Konto oder einer Auswertung auftauchen.
- Lerne zuerst die neun Grundbegriffe.
- Richte eine echte Haupt-Conversion ein.
- Prüfe jede Woche Kosten, Suchanfragen und Ergebnisqualität.
- Erweitere dein Kennzahlen-Set erst mit wachsender Kampagne.
Welche Kennzahl zeigt mir, ob Google Ads profitabel ist?
Keine einzelne Google-Ads-Kennzahl beweist Profitabilität. CPA und ROAS helfen, müssen aber mit Marge, Abschlussquote, Retouren, Personalkosten und Kundenwert verbunden werden.
- Bestimme den tatsächlichen Wert eines Kunden.
- Berechne deine wirtschaftliche Obergrenze pro Lead oder Verkauf.
- Vergleiche Plattformdaten mit CRM oder Shop.
- Bewerte Gewinn statt nur Conversion-Anzahl.
Ist eine hohe CTR immer gut?
Nein. Eine hohe CTR zeigt, dass viele Nutzer nach einer Impression geklickt haben. Sie kann trotzdem wertlose Besucher bedeuten, wenn Anzeige und Suchanfrage falsche Erwartungen erzeugen.
- Öffne die Suchanfragen.
- Prüfe, ob die Klicks zum Angebot passen.
- Vergleiche CTR mit Conversion-Rate und CPA.
- Kontrolliere spätere Lead- oder Verkaufsqualität.
Was ist ein guter CPC?
Ein guter CPC lässt sich nicht pauschal festlegen. Entscheidend ist, wie häufig aus einem Klick eine wertvolle Conversion entsteht und was diese Conversion wirtschaftlich wert ist.
- Berechne den CPA aus CPC und Conversion-Rate.
- Vergleiche den CPA mit deiner Obergrenze.
- Prüfe, ob teurere Klicks bessere Kunden bringen.
- Optimiere nicht nur auf den niedrigsten CPC.
Warum unterscheiden sich CPA und Ziel-CPA?
Der CPA ist dein tatsächlicher Durchschnitt im gewählten Zeitraum. Der Ziel-CPA ist eine Vorgabe für die Gebotsstrategie. Einzelne Ergebnisse und Zeiträume dürfen deutlich abweichen.
- Vergleiche ausreichend lange Zeiträume.
- Berücksichtige Conversion-Verzögerung.
- Prüfe die Qualität der primären Conversion.
- Setze den Zielwert nicht unrealistisch niedrig.
Warum ist ROAS nicht dasselbe wie Gewinn?
ROAS berücksichtigt gemessenen Conversion-Wert und Werbekosten. Andere Kosten wie Wareneinsatz, Personal, Gebühren, Retouren und Steuern sind nicht automatisch enthalten.
- Berechne deine Marge.
- Ziehe variable und fixe Kosten ein.
- Berücksichtige Stornos und Retouren.
- Bewerte zusätzlich den langfristigen Kundenwert.
Was ist wichtiger: Qualitätsfaktor oder CPA?
Der Qualitätsfaktor ist ein Diagnosewert. CPA misst die Kosten pro Conversion. Für wirtschaftliche Entscheidungen ist der CPA zusammen mit Ergebnisqualität wichtiger, während der Qualitätsfaktor dir bei der Ursachenanalyse helfen kann.
- Nutze QS-Komponenten zur Fehlersuche.
- Entscheide nicht nur nach der Zahl 1 bis 10.
- Vergleiche Suchanfragen und Conversions.
- Priorisiere profitable Verbesserungen.
Was ist der Unterschied zwischen Impr. (Top) % und Search top IS?
Impr. (Top) % betrachtet, welcher Anteil deiner tatsächlich erhaltenen Impressionen oben erschien. Search top IS vergleicht deine oberen Impressionen mit den geschätzten Impressionen, für die du oben berechtigt gewesen wärst.
- Top-Rate beschreibt die Platzierung erhaltener Impressionen.
- Top IS beschreibt ausgeschöpftes Potenzial.
- Beide Werte sagen nichts direkt über Gewinn.
- Nutze sie nur passend zu deinem Sichtbarkeitsziel.
Welche Abkürzungen sind für einen Onlineshop besonders wichtig?
Neben CTR und CPC sind für Shops Conversion-Rate, CPO beziehungsweise CPA, Bestellwert, Conversion-Wert, ROAS, Marge und Retouren besonders wichtig.
- Dynamischen Bestellwert übermitteln.
- Transaktions-ID gegen Doppelzählung nutzen.
- ROAS mit Marge verbinden.
- Neukunden und Bestandskunden getrennt bewerten, wenn möglich.
Welche Abkürzungen sind für Dienstleister besonders wichtig?
Für Dienstleister sind CPL, CPA, Conversion-Rate, qualifizierter Lead, Abschlussquote, Kundenwert und Offline-Conversions wichtiger als bloße Formularmengen.
- Formularlead und qualifizierten Lead trennen.
- CRM-Stufen dokumentieren.
- Spätere Abschlüsse importieren.
- Kosten pro gewonnenem Kunden berechnen.
Google-Ads- und Analytics-Quellen zu den Begriffen
Bezeichnungen, Kampagnentypen und Oberflächen können sich verändern. Die folgenden offiziellen Quellen helfen dir, aktuelle Details direkt bei Google nachzulesen.
Offizielle Formel: Klicks geteilt durch Impressionen.
Definition und Berechnung der durchschnittlichen Klickkosten.
Definition der durchschnittlichen Conversions pro Anzeigeninteraktion.
Abgrenzung zwischen tatsächlichem CPA und Ziel-CPA.
Funktionsweise der wertbasierten Gebotsstrategie.
Diagnosewert, Komponenten und wichtige Abgrenzungen.
Faktoren für Auktionsberechtigung und Anzeigenposition.
Top-Rate und Top-Impression-Share voneinander unterscheiden.
Entgangener Impressionsanteil wegen Budget oder Anzeigenrang.
Funktionsweise mehrerer Titel und Beschreibungen.
Zielbasierter Kampagnentyp über mehrere Google-Kanäle.
Aktuelle KI-Funktionen für Reichweite und Asset-Optimierung.
Aktueller Hinweis zur geplanten Umstellung ab Februar 2027.
GCLID, Verknüpfungen und UTM-Parameter in Google Analytics.
Quelle, Medium und Kampagne mit benutzerdefinierten URLs erfassen.
Jetzt die Kennzahlen im eigenen Konto richtig auswerten
Nachdem du die Abkürzungen kennst, folgt der praktische nächste Schritt: Welche Spalten solltest du einblenden, wie vergleichst du Zeiträume und wann wird aus einer Zahl eine sinnvolle Optimierungsentscheidung?
