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n8n oder Make.com: Welche Plattform passt zu dir?

Mit beiden Plattformen kannst du Apps verbinden, wiederkehrende Abläufe automatisieren und KI in deine Prozesse einbauen. Der wichtigste Unterschied liegt nicht darin, ob eine Plattform „besser“ ist, sondern wie viel Einfachheit, Flexibilität, Kontrolle und technische Freiheit du für deinen Workflow brauchst.

Von Luisa Luer – KI-Expertise seit 2022

Die schnelle Antwort

Wann passt n8n – und wann eher Make.com?

Für einfache Automationen können beide Plattformen die richtige Wahl sein. Je komplexer der Ablauf wird, desto wichtiger werden jedoch individuelle Logik, Tool-Auswahl, Hosting und Wartung.

n8n passt eher zu dir, wenn …
  • du komplexere oder mehrstufige Workflows bauen möchtest
  • du APIs, Webhooks und eigene Datenlogik flexibel verbinden willst
  • du KI-Agenten mit mehreren Werkzeugen aufbauen möchtest
  • du bei Bedarf JavaScript oder Python im Workflow nutzen willst
  • du zwischen n8n Cloud und Self-Hosting wählen möchtest
  • du eines deiner 13 fertigen Agenten-Templates einsetzen willst
Meine Einordnung: n8n ist besonders interessant, wenn dein Workflow mit deinem Business wachsen und später individuell erweitert werden soll.
Make.com passt eher zu dir, wenn …
  • du schnell mit einer überschaubaren Automation starten möchtest
  • du vor allem bekannte Apps über fertige Module verbinden willst
  • dein Ablauf einer klaren Reihenfolge folgt
  • du dich nicht um einen eigenen Server kümmern möchtest
  • du viele Vorlagen als Ausgangspunkt nutzen möchtest
  • du zunächst klassische oder klar strukturierte KI-Szenarien planst
Meine Einordnung: Make.com kann für Anfänger angenehm sein, wenn der Ablauf klar, visuell und ohne eigene Serververwaltung umgesetzt werden soll.
Wichtig: Make.com kann heute ebenfalls KI-Agenten und flexible KI-Szenarien umsetzen. Die Aussage „n8n kann Agenten, Make nur einfache Automationen“ wäre deshalb falsch. Entscheidend ist, wie dein konkreter Prozess aufgebaut ist.
Grundlagen ohne Technik-Kauderwelsch

Was sind n8n und Make.com überhaupt?

Beide Plattformen verbinden verschiedene Programme zu einem automatisierten Ablauf. Statt Daten ständig zu kopieren oder jeden Arbeitsschritt manuell zu starten, legst du fest, was wann passieren soll.

n8n: Workflows aus flexibel verbundenen Knoten

In n8n besteht ein Workflow aus einzelnen Knoten, die Daten empfangen, bearbeiten oder an ein anderes Tool weitergeben. Du kannst feste Abläufe bauen, KI-Schritte integrieren oder einem KI-Agenten mehrere Werkzeuge zur Auswahl geben.

n8n kann als gehostete Cloud-Version genutzt oder auf einer eigenen Infrastruktur betrieben werden. Self-Hosting gibt dir mehr Kontrolle, bedeutet aber auch mehr technische Verantwortung.

Einfaches Beispiel:
Ein Formular wird abgeschickt. n8n prüft die Angaben, erstellt eine Zusammenfassung, speichert den Kontakt im CRM und informiert dich in Slack oder per E-Mail.

Make.com: Szenarien aus visuell verbundenen Modulen

In Make.com heißt ein automatisierter Ablauf „Szenario“. Die einzelnen Module verbinden Apps, lesen Daten aus und führen festgelegte Aktionen aus. Router und Filter ermöglichen unterschiedliche Wege.

Neben klassischen Szenarien gibt es KI-Szenarien mit festen KI-Schritten und AI-Agent-Szenarien, bei denen der Agent abhängig von der Aufgabe den nächsten Weg wählen kann.

Einfaches Beispiel:
Eine neue Zeile erscheint in Google Sheets. Make.com erstellt daraus einen Textentwurf, speichert ihn in einem Dokument und sendet dir eine Benachrichtigung.
Die wichtigsten Unterschiede

Vergleiche nicht nur die Oberfläche, sondern den gesamten Betrieb

Die Bedienung ist nur ein Teil der Entscheidung. Prüfe auch, wie komplex dein Workflow werden kann, wo er läuft, wie die Kosten entstehen und wer später Fehler behebt.

Einstieg und Bedienung
n8n

Der visuelle Editor ist verständlich, zeigt aber früh technische Begriffe wie Nodes, Datenstrukturen, Expressions und Webhooks. Das bietet viel Kontrolle, kann am Anfang aber mehr Einarbeitung verlangen.

Make.com

Der Scenario Builder führt visuell durch verbundene Module. Bei überschaubaren Abläufen lässt sich häufig schnell erkennen, welche App welche Aktion ausführt.

Feste Automationen
n8n

Sehr gut für feste Abläufe, Verzweigungen, Schleifen, Unter-Workflows und individuelle Datenverarbeitung geeignet.

Make.com

Sehr gut für klar aufgebaute Szenarien mit Filtern, Routern, Zeitplänen und vielen bekannten App-Verbindungen geeignet.

KI-Agenten
n8n

Der AI Agent Node verbindet ein Sprachmodell mit einem oder mehreren Werkzeugen. Der Agent kann abhängig von der Aufgabe entscheiden, welches erlaubte Werkzeug er nutzt.

Make.com

Make AI Agents können innerhalb von Szenarien Werkzeuge und weitere Szenarien nutzen. Make unterscheidet ausdrücklich zwischen Standard-, KI- und AI-Agent-Szenarien.

Hosting und Kontrolle
n8n

Du kannst n8n Cloud verwenden oder n8n selbst hosten. Self-Hosting ermöglicht mehr Kontrolle über die Umgebung, verlangt aber Updates, Absicherung, Backups und Überwachung.

Make.com

Make.com wird als gehostete Plattform genutzt. Du musst keinen eigenen Automationsserver betreiben und kümmerst dich vor allem um Szenarien, Zugänge und Datenflüsse.

Eigener Code
n8n

Der Code Node unterstützt JavaScript und Python direkt als Workflow-Schritt. Dadurch lassen sich Daten individuell bearbeiten und fehlende Logik ergänzen.

Make.com

Make bietet viele eingebaute Funktionen und inzwischen ebenfalls eine Code App für JavaScript und Python auf bezahlten Plänen. Für einfache Abläufe ist eigener Code meist nicht nötig.

Vorlagen und Weitergabe
n8n

Workflows lassen sich exportieren, importieren und als Vorlage weitergeben. Deine 13 Agenten-Angebote nutzen genau dieses Prinzip.

Make.com

Make bietet öffentliche und teaminterne Szenario-Vorlagen. Szenarien können außerdem geteilt und als Ausgangspunkt angepasst werden.

Kostenmodell
n8n

Bei n8n Cloud wird aktuell nach Workflow-Ausführungen abgerechnet. Beim Self-Hosting entstehen zusätzlich Server-, Wartungs- und gegebenenfalls Administrationskosten.

Make.com

Make.com rechnet mit Credits. Wie viele Credits verbraucht werden, hängt unter anderem von den ausgeführten Modulen, der Häufigkeit und bestimmten KI- oder Code-Funktionen ab.

Die günstigere Plattform lässt sich nicht pauschal bestimmen. Ein kurzer Workflow mit vielen Durchläufen kann anders ausfallen als ein langer Workflow mit wenigen Ausführungen. Vergleiche deshalb immer deinen echten Ablauf statt nur den Einstiegspreis.
Praxis statt Funktionsliste

Welche Plattform passt zu typischen Aufgaben?

Diese Einordnung ist keine starre Regel. Sie zeigt, mit welcher Plattform ein bestimmter Einstieg häufig sinnvoll wirkt.

Formulardaten in eine Tabelle übertragen

Ein Formular wird ausgefüllt und die Daten sollen ohne weitere Bewertung gespeichert und bestätigt werden.

Beide passen. Für einen sehr schnellen visuellen Einstieg kann Make.com angenehm sein.

Newsletter-Anmeldung mit mehreren Tools verbinden

Kontakt speichern, Tag setzen, Willkommensmail auslösen und eine interne Nachricht senden.

Beide passen. Entscheidend sind deine vorhandenen Apps und das erwartete Volumen.

Content-Workflow mit Recherche und Freigabe

Themen prüfen, mehrere Inhalte erstellen, Dateien speichern und vor der Veröffentlichung eine Freigabe einholen.

Beide sind möglich. Bei wachsender Logik und individuellen Erweiterungen spricht viel für n8n.

KI-Agent mit mehreren Werkzeugen

Der Agent soll je nach Anfrage recherchieren, Dateien lesen, Daten speichern oder an einen Menschen übergeben.

Beide bieten Agentenfunktionen. Für deine fertigen Agenten-Templates ist n8n die passende Grundlage.

Eigene APIs und besondere Datenlogik

Mehrere Schnittstellen, individuelle Datenstrukturen und eigene Code-Schritte müssen zusammenspielen.

n8n ist hier häufig die flexiblere Wahl.

Keine eigene Serververwaltung

Du möchtest dich auf den Workflow konzentrieren und weder Updates noch Backups eines eigenen Servers verwalten.

Make.com oder n8n Cloud – nicht n8n Self-Hosting.
Cloud oder eigener Server?

Self-Hosting ist kein automatischer Vorteil

Mehr Kontrolle klingt attraktiv. Sie ist aber nur dann ein Vorteil, wenn du die technische Verantwortung zuverlässig übernehmen kannst.

n8n Cloud oder Make.com: weniger technische Verwaltung

  • kein eigener Automationsserver nötig
  • Updates und Plattformbetrieb werden vom Anbieter übernommen
  • schnellerer Einstieg für viele Einsteiger
  • du konzentrierst dich auf Verbindungen, Daten und Logik
  • laufende Plattformkosten bleiben planbar zu beobachten

n8n Self-Hosting: mehr Kontrolle und mehr Verantwortung

  • eigene Wahl von Server und Umgebung
  • mehr Einfluss auf Betrieb und Datenflüsse
  • eigene Verantwortung für Updates und Absicherung
  • Backups, Zugriffsrechte und Überwachung müssen organisiert werden
  • Fehler können Ausfälle, Sicherheitsprobleme oder Datenverlust verursachen
Self-Hosting bedeutet nicht automatisch „datenschutzkonform“. Entscheidend sind unter anderem Serverstandort, Verträge, Zugriffe, Verschlüsselung, Protokollierung, eingebundene KI-Dienste und deine konkrete technische Konfiguration.
Entscheidungshilfe

Beantworte diese sechs Fragen

Du musst nicht jede Frage eindeutig beantworten. Die Antworten zeigen dir aber schnell, in welche Richtung du weiterprüfen solltest.

1

Möchtest du möglichst schnell eine überschaubare Automation bauen?

Der Ablauf folgt einer klaren Reihenfolge und verbindet hauptsächlich bekannte Apps.

Dann zuerst Make.com oder n8n Cloud testen.
2

Wird dein Workflow voraussichtlich komplexer?

Du erwartest viele Bedingungen, APIs, Datenumwandlungen, Unter-Workflows oder eigene Logik.

Dann spricht mehr für n8n.
3

Möchtest du einen KI-Agenten mit mehreren Werkzeugen bauen?

Der Agent soll abhängig von der Aufgabe selbst zwischen erlaubten Aktionen wählen.

Beide prüfen – für deine Templates n8n wählen.
4

Möchtest du einen eigenen Server betreiben?

Du kannst Updates, Sicherheit, Backups und Überwachung fachlich zuverlässig übernehmen.

Dann ist n8n Self-Hosting eine Option.
5

Möchtest du keine Serverpflege?

Du willst dich ausschließlich auf Automationen und verbundene Apps konzentrieren.

Dann Make.com oder n8n Cloud nutzen.
6

Möchtest du einen deiner 13 fertigen KI-Agenten einsetzen?

Die angebotenen Templates und Anleitungen wurden für n8n vorbereitet.

Dann brauchst du n8n.
Meine klare Einordnung

Die passende Plattform nach Ausgangssituation

Einsteiger mit kleinem, festen Ablauf

Make.com kann ein guter Start sein. Baue zuerst eine einfache Automation und lerne Trigger, Module, Filter und Datenzuordnung kennen.

Einsteiger mit langfristig komplexeren Plänen

n8n Cloud kann sinnvoller sein, wenn du von Anfang an mit n8n lernen und später komplexere Workflows oder Templates nutzen möchtest.

Technisch interessierter Nutzer

n8n bietet viel Raum für APIs, Code, Unter-Workflows, individuelle Datenlogik und optionales Self-Hosting.

Nutzer deiner fertigen KI-Agenten

Hier ist die Entscheidung eindeutig: Die 13 Agenten-Templates basieren auf n8n und werden dort eingerichtet.

Deine nächsten Schritte

Du entscheidest dich für n8n? Dann wähle den Agenten nach deinem Ziel.

Auf der Übersichtsseite findest du alle 13 KI-Agenten nach Sichtbarkeit, Video, Werbung, Support, Backoffice, Leadgenerierung und digitalen Assets geordnet. Diese Seite erklärt die Plattformwahl – die Übersicht hilft dir anschließend beim passenden Template.

Typische Fehlentscheidungen

Wähle nicht nur nach Preis oder schöner Oberfläche

Nur den günstigsten Tarif vergleichen

Entscheidend ist, wie dein echter Workflow abgerechnet wird und welche zusätzlichen Kosten für KI-Modelle, Medien-Tools oder Server entstehen.

Self-Hosting mit „kostenlos“ verwechseln

Auch ohne Plattformabo entstehen Serverkosten, Wartungsaufwand und technische Verantwortung.

Make.com als reine Anfängerplattform abtun

Make.com kann komplexe Szenarien und inzwischen auch AI-Agent-Szenarien umsetzen. Die Plattform ist nicht auf einfache Wenn-dann-Abläufe beschränkt.

n8n automatisch für zu technisch halten

Auch n8n wird visuell aufgebaut. Du musst nicht programmieren, solltest aber Datenflüsse, Zugänge und Tests verstehen.

Ohne echten Test entscheiden

Baue denselben kleinen Beispielprozess in beiden Plattformen. So merkst du schneller, welche Arbeitsweise dir besser liegt.

Die spätere Wartung vergessen

Apps ändern Schnittstellen, Zugänge laufen ab und Datenformate verändern sich. Jeder produktive Workflow braucht Kontrolle und Pflege.

Häufige Fragen

Fragen zu n8n und Make.com

Ist n8n besser als Make.com?

Nicht grundsätzlich. n8n bietet viel Flexibilität, individuelle Logik und optionales Self-Hosting. Make.com kann bei klaren visuellen Szenarien und vielen fertigen App-Modulen sehr angenehm sein. Die bessere Plattform hängt von deinem Workflow, deinen Kenntnissen und deinem Betriebsmodell ab.

Welche Plattform ist für Anfänger leichter?

Viele einfache Make-Szenarien wirken schnell verständlich, weil Apps und Aktionen sehr visuell verbunden werden. n8n ist ebenfalls visuell, zeigt aber früher technische Themen wie Datenstrukturen, Expressions und Webhooks. Wer später deine n8n-Templates nutzen möchte, kann trotzdem direkt mit n8n Cloud starten.

Kann Make.com echte KI-Agenten erstellen?

Ja. Make unterscheidet inzwischen zwischen Standard-Szenarien, KI-Szenarien mit festen KI-Schritten und AI-Agent-Szenarien, bei denen der Agent abhängig von der Aufgabe den Weg wählen kann.

Brauche ich für n8n Programmierkenntnisse?

Nein. Viele Workflows lassen sich vollständig visuell aufbauen. Technisches Grundverständnis für Daten, Zugänge, APIs, Fehler und Tests ist trotzdem hilfreich. Eigener Code ist eine zusätzliche Möglichkeit, keine Pflicht.

Ist n8n Self-Hosting kostenlos?

Die Software kann je nach Nutzung selbst gehostet werden, aber der Betrieb ist nicht automatisch kostenlos. Du brauchst eine Serverumgebung und musst Zeit oder Geld für Einrichtung, Updates, Sicherheit, Backups und Fehlerbehebung einplanen.

Welche Plattform ist datenschutzfreundlicher?

Das lässt sich nicht allein am Produktnamen festmachen. Bei Self-Hosting kannst du die Umgebung stärker kontrollieren, bist aber selbst für eine sichere und rechtlich passende Konfiguration verantwortlich. Zusätzlich musst du alle verbundenen Apps, KI-Anbieter und Datenflüsse prüfen.

Welche Plattform ist günstiger?

Das hängt vom konkreten Ablauf ab. n8n Cloud rechnet derzeit nach Workflow-Ausführungen, Make.com nach Credits. Beim n8n Self-Hosting kommen Server und Wartung hinzu. Vergleiche deshalb immer einen echten Beispielworkflow mit realistischer Häufigkeit.

Kann ich später von Make.com zu n8n wechseln?

Ja, aber Szenarien lassen sich nicht einfach unverändert übernehmen. Du musst Trigger, Aktionen, Verbindungen, Filter und Datenzuordnungen in n8n neu aufbauen und testen.

Welche Plattform brauche ich für deine 13 KI-Agenten?

Die angebotenen Agenten-Templates basieren auf n8n. Du importierst den vorbereiteten Workflow in n8n, verbindest deine eigenen Zugänge und passt die vorgesehenen Einstellungen an.

Fachliche Grundlage und Aktualität

Funktionen, Tarife und Produktnamen können sich ändern. Diese Seite wurde anhand der offiziellen Dokumentationen von n8n und Make.com fachlich geprüft. Kontrolliere vor einer endgültigen Entscheidung zusätzlich die aktuell gültigen Produkt- und Preisseiten.

n8n: Cloud oder Self-Hosting wählen
n8n: AI Agent Node
n8n: JavaScript und Python im Code Node
Make: Standard-, KI- und AI-Agent-Szenarien
Make: Einführung in Make AI Agents
Make: Code App für JavaScript und Python

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