Zeit gezielter einsetzen
Du investierst deine Zeit nicht blind in ein Produkt, sondern konzentrierst dich auf Themen, für die bereits Interesse oder ein erkennbarer Bedarf vorhanden ist.
Eine gute Idee allein reicht nicht aus. Bevor du viel Zeit in Inhalte, Gestaltung oder Technik investierst, solltest du prüfen, ob Menschen das Problem tatsächlich haben, bereits nach Lösungen suchen und für eine hilfreiche Lösung bezahlen würden. Auf dieser Seite lernst du, wie du erste Nachfragesignale findest und richtig einordnest.
Von Luisa Luer – Verkauf über Amazon FBA, Etsy und Digistore24 seit 2018
Die Nachfrageprüfung soll dir keine absolute Sicherheit versprechen. Sie hilft dir aber dabei, schwache Ideen früh zu erkennen, Themen sinnvoll einzugrenzen und dein Produkt näher an echten Fragen und Problemen auszurichten.
Du investierst deine Zeit nicht blind in ein Produkt, sondern konzentrierst dich auf Themen, für die bereits Interesse oder ein erkennbarer Bedarf vorhanden ist.
Suchfragen, Kommentare und Bewertungen zeigen dir, welche Teilprobleme besonders wichtig sind und welche Formulierungen deine Zielgruppe verwendet.
Die Recherche kann zeigen, ob ein E-Book, Workbook, Template, Mini-Kurs oder eine andere Produktform das Problem am sinnvollsten löst.
Ein einzelner Suchbegriff oder ein begeisterter Kommentar beweist noch keine Nachfrage. Aussagekräftiger wird das Bild, wenn mehrere Signale zusammenpassen.
Du brauchst für eine erste Einschätzung keine teuren Tools. Beginne dort, wo deine Zielgruppe bereits Fragen stellt, nach Lösungen sucht oder bestehende Produkte bewertet.
Gib dein Thema und konkrete Problembeschreibungen bei Google, YouTube oder Pinterest ein. Achte darauf, welche Ergänzungen, Fragen und verwandten Themen vorgeschlagen werden.
Prüfe auf passenden Plattformen, welche Produkte bereits angeboten werden, wie sie beschrieben sind und welche Varianten besonders häufig bewertet werden.
Rezensionen zeigen dir, was Käufer hilfreich finden, was ihnen fehlt und welche Probleme trotz eines bestehenden Produkts ungelöst bleiben.
Communities, Kundengespräche, Nachrichten und Supportfragen helfen dir zu verstehen, wie Menschen ihr Problem selbst beschreiben.
Suche nicht nur nach dem späteren Produktnamen. Recherchiere das Problem, die gewünschte Lösung und die genaue Situation deiner Zielgruppe. So erkennst du eher, ob Menschen wirklich handeln möchten oder sich nur allgemein für das Thema interessieren.
Kombiniere Problem, Zielgruppe, gewünschtes Ergebnis und mögliche Produktform. Notiere Suchvorschläge, ähnliche Fragen und wiederkehrende Formulierungen.
Vergleiche nicht nur, ob ähnliche Produkte existieren. Prüfe, wie konkret sie positioniert sind und ob Käufer tatsächlich reagieren.
Suche nach Formulierungen, die ein konkretes Problem, Frust oder einen unerfüllten Wunsch zeigen. Besonders hilfreich sind wiederkehrende Aussagen.
Tipp 23 zeigt dir die Recherche noch einmal direkt am Beispiel eines E-Books. Dort erfährst du, wie du Google Suggest, Amazon Suggest, Suchergebnisse, Rezensionen und Trends nutzt, um ein Buchthema genauer einzuschätzen und sinnvoll einzugrenzen.
Ziel ist keine perfekte Marktstudie. Du möchtest genug belastbare Hinweise sammeln, um zu entscheiden, ob du die Idee weiterverfolgst, veränderst oder zunächst zurückstellst.
Schreibe in einem Satz auf, welches Problem du für welche Person lösen möchtest. Ohne diese Eingrenzung bleibt die Recherche zu allgemein.
Notiere mindestens zehn unterschiedliche Begriffe, Fragen und Problembeschreibungen. Trage daneben ein, welche Vorschläge, Fragen und verwandten Themen wiederholt erscheinen.
Notiere für jedes Angebot Zielgruppe, Preis, Format, Leistungsumfang, Bewertungen und wiederkehrende Kritik. Konkurrenz ist nicht automatisch negativ – sie kann ein Zeichen für vorhandene Nachfrage sein.
Markiere Kritikpunkte oder Wünsche erst dann als wichtig, wenn sie in mehreren Bewertungen, Kommentaren oder Gesprächen auftauchen. Ein einzelner Wunsch reicht noch nicht als belastbares Signal.
Frage dich, wie stark das Problem belastet und ob eine gute Lösung Zeit, Geld oder Unsicherheit spart. Je konkreter der Nutzen, desto eher entsteht Zahlungsbereitschaft.
Entscheide, ob du die Idee beibehältst, enger formulierst, das Format änderst oder vorerst nicht weiterverfolgst.
Die Nachfrageprüfung bestätigt nicht nur Ideen. Oft zeigt sie, dass ein Thema enger, verständlicher oder anders verpackt werden sollte.
Die ursprüngliche Idee ist sehr breit. Durch Suchfragen, Kommentare und Bewertungen wird sichtbar, welches Teilproblem besonders häufig auftritt.
Die Recherche zeigt, dass nicht allgemein Ideen fehlen, sondern vor allem eine einfache Wochenstruktur und wiederverwendbare Formate.
Vergib pro Prüffrage null, einen oder zwei Punkte. Die Bewertung ersetzt keine Garantie, zwingt dich aber dazu, deine Recherche nicht nur nach Gefühl auszuwerten.
| Prüffrage | 0 Punkte | 1 Punkt | 2 Punkte |
|---|---|---|---|
| Wird nach dem Problem gesucht? | Kaum konkrete Suchfragen oder Vorschläge | Einzelne passende Fragen und Suchbegriffe | Mehrere konkrete und wiederkehrende Lösungsanfragen |
| Gibt es bereits bezahlte Angebote? | Fast nur kostenlose Inhalte | Wenige oder sehr allgemeine Produkte | Mehrere klar positionierte bezahlte Produkte |
| Reagieren Käufer auf bestehende Produkte? | Kaum Bewertungen oder erkennbare Verkäufe | Vereinzelte, teilweise ältere Bewertungen | Regelmäßige und aktuelle Bewertungen oder Rückmeldungen |
| Gibt es offene Wünsche oder Lücken? | Keine wiederkehrenden Kritikpunkte | Einige einzelne Wünsche | Mehrfach genannte Probleme, fehlende Funktionen oder Zielgruppen |
| Ist das Problem wichtig genug? | Die Lösung wäre nur nett zu haben | Die Lösung spart etwas Zeit oder schafft Klarheit | Die Lösung spart deutlich Zeit, Geld oder verhindert Fehler und Unsicherheit |
Die Idee ist noch zu unklar oder liefert bisher zu wenige Nachfragesignale. Formuliere Problem und Zielgruppe enger oder prüfe eine andere Produktidee.
Es gibt erste brauchbare Signale. Schärfe die Idee weiter, sprich mit potenziellen Käufern oder teste sie zunächst mit einem kleinen Angebot.
Die Idee besitzt eine gute Grundlage für Schritt 3. Als Nächstes solltest du Zielgruppe, Nutzen und Ergebnis genauer festlegen.
Nicht jede Idee muss sofort verworfen werden, wenn die Nachfrage unklar ist. Manchmal reicht es, Zielgruppe, Nutzen oder Produktform genauer auszurichten.
Mehrere Signale passen zusammen: Das Problem wird gesucht, bestehende Produkte werden gekauft und du erkennst einen klaren Nutzen oder eine sinnvolle Lücke.
Das Thema ist grundsätzlich relevant, aber noch zu breit. Konzentriere dich auf eine klarere Zielgruppe, ein bestimmtes Teilproblem oder ein konkreteres Ergebnis.
Vielleicht besteht Nachfrage nach der Lösung, aber ein anderes Format passt besser. Aus einem geplanten E-Book kann beispielsweise eine Vorlage oder ein Workbook werden.
Wenn du kaum konkrete Fragen, kein erkennbares Problem und keine Zahlungsbereitschaft findest, solltest du die Idee nicht aus Gewohnheit weiterverfolgen.
Für eine erste Einschätzung brauchst du keine komplizierte Marktanalyse. Wichtig ist, mehrere Quellen zu vergleichen und nicht nur nach einer Bestätigung deiner Idee zu suchen.
Dafür gibt es keine feste Zahl. Ein kleines, klar abgegrenztes Produkt kann auch für eine kleinere Zielgruppe sinnvoll sein, wenn das Problem konkret und die Lösung wertvoll ist.
Nicht unbedingt. Konkurrenz kann zeigen, dass Menschen bereits Geld für Lösungen ausgeben. Entscheidend ist, ob du eine klare Positionierung, eine bestimmte Zielgruppe oder einen besseren Zugang zum Problem findest.
Du kannst Fragen stellen, solltest Antworten aber vorsichtig bewerten. Menschen stimmen einer Idee oft schneller zu, als sie später tatsächlich kaufen. Beobachtbares Verhalten ist meist aussagekräftiger als eine unverbindliche Zusage.
Formuliere das Problem anders, suche in weiteren Quellen und prüfe angrenzende Themen. Bleibt das Interesse unklar, kannst du die Idee zunächst mit einem kleinen Inhalt, einer Warteliste oder einem einfachen Vorverkauf testen.