Aufmerksamkeit
Zeige ein konkretes Problem, einen typischen Fehler oder eine häufige Frage deiner Zielgruppe.
Dein Produkt ist fertig, der Preis steht und der Kaufprozess funktioniert. Jetzt musst du dafür sorgen, dass die richtigen Menschen dein Angebot sehen, verstehen und einen klaren Grund zum Kauf erkennen. In diesem Schritt entwickelst du eine einfache Vermarktungsstruktur, die nicht nur aus einzelnen Werbeposts besteht.
Von Luisa Luer – Verkauf über Amazon FBA, Etsy und Digistore24 seit 2018
Viele Käufer brauchen zuerst Klarheit darüber, ob ihr Problem gemeint ist, ob dein Produkt zu ihrer Situation passt und welches Ergebnis realistisch ist. Gute Vermarktung führt deshalb schrittweise von Aufmerksamkeit zu Vertrauen und Kaufentscheidung.
Zeige ein konkretes Problem, einen typischen Fehler oder eine häufige Frage deiner Zielgruppe.
Erkläre nachvollziehbar, wie du denkst, welche Erfahrung du mitbringst und warum deine Lösung hilfreich ist.
Zeige klar, was enthalten ist, für wen das Produkt gedacht ist und welches Ergebnis der Käufer erwarten kann.
Deine Vermarktung wird unklar, wenn du jedes Mal eine andere Zielgruppe, ein anderes Problem oder ein anderes Ergebnis nennst. Formuliere deshalb eine einfache Kernbotschaft, die sich in Produktseite, Posts, E-Mails und Anzeigen wiederholt.
[Produktname] hilft [Zielgruppe] dabei, [konkretes Problem] zu lösen, damit sie [sichtbares Ergebnis] erreicht – ohne [typische Hürde].
„Mit meinem Workbook bekommst du mehr Ordnung und Leichtigkeit in deinen Alltag.“
„Das 30-Tage-Workbook hilft berufstätigen Eltern, feste 15-Minuten-Routinen und einen realistischen Wochenplan für den Haushalt zu entwickeln.“
Du musst nicht gleichzeitig auf jeder Plattform aktiv sein. Wähle einen Hauptkanal für Reichweite, einen Ort für ausführlichere Informationen und möglichst einen direkten Kontaktweg zu Interessenten.
Blog, Google, YouTube oder Pinterest eignen sich für Inhalte, nach denen Menschen gezielt suchen.
Instagram, TikTok oder LinkedIn helfen bei Sichtbarkeit, Einblicken, kurzen Erklärungen und wiederholtem Kontakt.
E-Mail eignet sich für vertiefende Inhalte, Produktinformationen, Erinnerungen und gezielte Verkaufsphasen.
Starte mit höchstens zwei aktiven Vermarktungskanälen und einem festen Verkaufsziel. Mehr Kanäle bedeuten nicht automatisch mehr Verkäufe, wenn Inhalte und Botschaft uneinheitlich bleiben.
Nicht jeder Inhalt muss direkt verkaufen. Eine gute Mischung greift Probleme auf, erklärt Zusammenhänge, beantwortet Einwände und führt regelmäßig zum Produkt.
Zeige typische Situationen, Fehler und Folgen, in denen sich deine Zielgruppe wiedererkennt.
Vermittle einen hilfreichen Teil deiner Methode, ohne das Produkt künstlich zurückzuhalten.
Nutze eigene Erfahrungen, Anwendungsbeispiele, Einblicke und nachvollziehbare Entscheidungen.
Erkläre Produktformat, Aufwand, Voraussetzungen, Zielgruppe und realistische Grenzen.
Zeige Inhalt, Nutzen, Preis, Anwendung und einen eindeutigen nächsten Schritt.
Das Beispiel zeigt eine kleine Verkaufsphase für das Haushalts-Workbook. Die Inhalte wechseln zwischen Problem, Nutzen, Vertrauen und direktem Angebot.
Ziel: Innerhalb einer Woche mehrere klare Kontaktpunkte schaffen, ohne jeden Tag denselben Verkaufspost zu wiederholen.
Viele Aufrufe bedeuten nicht automatisch Verkäufe. Prüfe, an welcher Stelle Interessenten aussteigen und ob Botschaft, Produktseite oder Kaufprozess verbessert werden müssen.
Wie viele passende Menschen sehen deine Inhalte oder Produktseite?
Wie viele Interessenten wechseln von einem Inhalt zur Produktseite?
Wie viele Besucher schließen den Kauf tatsächlich ab?
Welche Fragen, Einwände und Gründe gegen den Kauf werden genannt?
Prüfe Kernbotschaft, Handlungsaufforderung und ob der Zusammenhang zum Produkt deutlich genug ist.
Prüfe Produktseite, Preis, Vertrauen, Einwände und mögliche technische Hindernisse im Kaufprozess.
Plane nicht 30 unterschiedliche Werbeposts. Entwickle stattdessen wiederholbare Themen, die Problem, Nutzen, Vertrauen, Einwände und Angebot abdecken.
Formuliere Zielgruppe, Problem, Ergebnis und typische Hürde in einem Satz.
Entscheide, wo du regelmäßig Inhalte veröffentlichst und wo der Kauf stattfindet.
Plane Inhalte zu Problem, Lösung, Vertrauen, Einwänden und Angebot.
Lege realistisch fest, wie oft du pro Woche Inhalte und Verkaufsimpulse veröffentlichen kannst.
Halte fest, welche Inhalte zur Produktseite und welche tatsächlich zu Käufen führen.
Ändere nicht alles gleichzeitig. Optimiere zuerst die schwächste Stelle im Verkaufsweg.
Du brauchst keinen komplizierten Marketingplan. Du solltest aber genau wissen, wen du ansprichst, welche Botschaft du wiederholst und wie du Verkäufe auswertest.
Eine gute Vermarktung entsteht durch klare Wiederholung, hilfreiche Inhalte und regelmäßige Auswertung – nicht durch tägliche neue Strategien.
Nein. Ein realistischer, regelmäßiger Rhythmus ist besser als tägliche Inhalte, die du nach kurzer Zeit nicht mehr durchhalten kannst.
Ja. Eine kleinere, passende Zielgruppe kann wertvoller sein als viele unpassende Follower. Entscheidend sind Problemnähe, Vertrauen und ein klarer Verkaufsweg.
Regelmäßig. Viele Interessenten sehen nicht jeden Inhalt. Variiere Beispiele, Einwände und Nutzen, statt immer denselben Verkaufstext zu wiederholen.
Erst wenn Produktseite, Kaufprozess und Kernbotschaft funktionieren und du weißt, welche Zielgruppe angesprochen werden soll. Werbung verstärkt einen bestehenden Verkaufsweg, ersetzt ihn aber nicht.