Mit einem klaren Ausgangsbegriff starten
Notiere zuerst, was du verkaufst. Beginne mit einem einfachen Seed-Keyword wie „personalisierte Halskette“, „Wochenplaner“ oder „Hochzeit Tischkarten“, statt sofort dutzende Varianten zu sammeln.
Hier geht es nicht darum, möglichst viele Keywords zu sammeln. Du lernst einen nachvollziehbaren Recherche-Workflow: Käuferbegriffe entwickeln, echte Etsy-Suchdaten prüfen, Longtails finden, Drittanbieter richtig einordnen und erst danach die relevanten Begriffe für deine Listings auswählen.
Von Luisa Luer – Verkauf über Etsy seit 2018
Bevor du Suchvolumen ansiehst, brauchst du ein Vokabular aus Sicht des Käufers. Eine Produktart allein ist meist zu breit. Kombiniere mehrere Dimensionen, damit aus einem allgemeinen Begriff konkrete Suchabsichten werden.
Die Reihenfolge verhindert, dass du dich von einer einzelnen Tool-Kennzahl oder einer langen Keyword-Liste leiten lässt.
Notiere zuerst, was du verkaufst. Beginne mit einem einfachen Seed-Keyword wie „personalisierte Halskette“, „Wochenplaner“ oder „Hochzeit Tischkarten“, statt sofort dutzende Varianten zu sammeln.
Erweitere dein Produkt um Zielgruppe, Anlass, Nutzen, Stil, Material und Personalisierung. So entstehen Suchideen wie „Geschenk Fernbeziehung Koordinaten Halskette“ statt nur „Halskette“.
Prüfe relevante Begriffe in Marketplace Insights. Achte gemeinsam auf Suchanfragen, vorhandene Listings, verwandte Begriffe und Trends, statt nur eine einzelne Kennzahl zu betrachten.
Nutze die Etsy-Suche und bei Bedarf Keyword Tool, um aus deinen wichtigsten Begriffen weitere längere Suchphrasen abzuleiten. Drittanbieter-Suchvolumen behandelst du dabei als Schätzung.
Vergleiche ausgewählte Keywords, Produkte oder Konkurrenzangebote mit einem Etsy-Spezialtool. eRank eignet sich besonders für Keyword-, Trend- und Listing-Recherche; Alura verbindet Keyword-, Produkt- und Shop-Recherche.
Kontrolliere, ob deine Idee von Saison, Anlass oder einem größeren Trend abhängt. Etsy-Trendberichte zeigen Etsy-bezogene Entwicklungen; Google Trends ergänzt die Recherche mit relativem Suchinteresse bei Google.
Ordne deine Begriffe nach Relevanz, Kaufabsicht und Datenlage. Verwende anschließend nur passende Suchbegriffe in Titel, Tags, Kategorien, Attributen und Beschreibung, statt alle Recherchebegriffe in den Titel zu packen.
Für Etsy-spezifische Entscheidungen haben Etsy-eigene Daten den größten Kontext. Drittanbieter sind danach eine Ergänzung, nicht der Ersatz.
Etsy beschreibt Marketplace Insights als direkten Zugriff auf reale Etsy-Suchdaten. Du kannst unter anderem Suchanfragen, die Zahl vorhandener Listings, verwandte Begriffe und Trendinformationen untersuchen. Die Standarddaten beziehen sich auf die letzten 30 Tage.
Die Suchleiste hilft dir, Käuferformulierungen und weitere Suchideen zu entdecken. Verwende Autocomplete als Ideenquelle und bestätige wichtige Begriffe anschließend mit Daten, statt aus einer Vorschlagsliste direkt Nachfrage abzuleiten.
Etsys saisonale Trendberichte liefern Such- und Marktentwicklungen als Inspiration. Nach dem Start sind deine eigenen Shop-Statistiken besonders wichtig, weil sie zeigen, über welche Suchbegriffe und Kanäle dein eigener Shop tatsächlich Besucher erhält.
Die Tools lösen unterschiedliche Aufgaben. Drittanbieterwerte solltest du dabei immer als toolabhängige Daten oder Schätzungen behandeln und nicht als offizielle Etsy-Zahlen ausgeben.
Mein Startpunkt für Etsy-Recherche. Das Tool sitzt direkt im Shop Manager und arbeitet laut Etsy mit realen Etsy-Suchdaten.
eRank ist ein Etsy-Spezialtool für Keyword-, Trend-, Listing- und Wettbewerbsrecherche. Der Keyword Tool-Bereich analysiert laut eRank unter anderem die Top-Listings zu einem Suchbegriff.
Alura verbindet mehrere Rechercheebenen. Der Keyword Finder liefert historische Keyword- und Wettbewerbsinformationen; Product Seeker recherchiert Produkte und Shop Analyzer unterstützt bei der Konkurrenzanalyse.
KeywordTool.io erzeugt Keyword-Ideen laut Anbieter direkt aus Etsy Autocomplete. Besonders praktisch ist es, wenn du aus einem Seed-Keyword schnell viele längere Suchphrasen sammeln möchtest.
Google Trends zeigt keine Etsy-Suchvolumina. Es basiert auf Google-Suchanfragen und eignet sich deshalb als ergänzender Blick auf Saison, größere Themenbewegungen und verwandte Suchanfragen.
Für die erste Ideensammlung brauchst du nicht zwingend ein zusätzliches Tool. Suche deine Produkte wie ein Käufer, verändere Zielgruppe, Anlass, Material und Stil und notiere wiederkehrende Formulierungen.
Eine einzelne Zahl ist selten eine Entscheidung. Nutze die Kombination als Ausgangspunkt und prüfe danach Produktqualität, Kaufabsicht, Preis und deine Differenzierung.
Es gibt einen Markt, aber du brauchst ein besonders klares Verkaufsargument. Prüfe Longtails, Zielgruppen, Anlässe oder Produktvarianten, statt nur den breiten Begriff anzugreifen.
Das kann interessant sein. Prüfe trotzdem, ob die vorhandenen Angebote wirklich vergleichbar sind und ob du die Käuferabsicht wirtschaftlich bedienen kannst.
Das ist nicht automatisch eine Marktlücke. Möglicherweise suchen schlicht zu wenige Käufer danach. Kontrolliere ähnliche Begriffe, Anlass und breitere Varianten.
Prüfe, ob der Anstieg saisonal, kurzfristig oder langfristig relevant ist. Plane Produktion und Veröffentlichung so, dass du nicht erst dann startest, wenn der Höhepunkt bereits vorbei ist.
Etsy empfiehlt ausdrücklich Longtail-Keywords: längere, spezifischere Suchphrasen werden oft seltener gesucht, können aber besser zu Käufern passen, die schon genauer wissen, was sie suchen.
Etsy-bezogene Plattformangaben stammen aus offiziellen Etsy-Quellen. Funktionen von Drittanbieter-Tools habe ich über deren eigene Dokumentation geprüft. Preise, Tarife und Nutzungslimits der Drittanbieter nenne ich bewusst nicht, weil sie sich ändern können.
Diese Seite ist eine Vertiefung zu Schritt 2. Wenn deine Produktidee und wichtigsten Suchbegriffe stehen, geht es im Hauptlernweg mit den möglichen Geschäftsmodellen weiter.