Ausgangslage
Was weiß, kann oder besitzt der Käufer bereits, bevor er dein Produkt nutzt?
Jetzt legst du fest, welche Inhalte dein Produkt wirklich braucht, in welcher Reihenfolge sie sinnvoll sind und was bewusst draußen bleibt. Eine klare Struktur verhindert, dass dein Produkt unnötig groß, unübersichtlich oder schwer fertigzustellen wird.
Von Luisa Luer – Verkauf über Amazon FBA, Etsy und Digistore24 seit 2018
Beginne nicht mit der Frage, wie viele Kapitel oder Seiten dein Produkt haben soll. Beginne mit dem Ergebnis aus Schritt 3 und überlege, welche Entscheidungen, Informationen oder Arbeitsschritte der Käufer dafür wirklich benötigt.
Was weiß, kann oder besitzt der Käufer bereits, bevor er dein Produkt nutzt?
Welche Entscheidungen oder Aufgaben muss der Käufer nacheinander erledigen?
Was soll am Ende fertig, entschieden, geplant, erstellt oder direkt nutzbar sein?
Welche kleinsten sinnvollen Schritte führen meine Zielgruppe von ihrer aktuellen Situation zum versprochenen Ergebnis?
Ein gutes digitales Produkt muss nicht möglichst umfangreich sein. Es sollte vollständig genug sein, um das versprochene Ergebnis zu unterstützen, aber nicht so groß, dass der Käufer den roten Faden verliert.
Eine sinnvolle Struktur folgt nicht deiner eigenen Wissenssammlung, sondern dem Weg des Käufers. Jeder Abschnitt sollte eine klare Funktion haben und auf den nächsten vorbereiten.
Erkläre Ziel, Ausgangslage, benötigte Voraussetzungen und die Nutzung des Produkts.
Sammle alle Angaben, Materialien oder Grundentscheidungen, die später benötigt werden.
Ordne die eigentlichen Aufgaben in einer nachvollziehbaren Reihenfolge und vermeide unnötige Sprünge.
Nutze Checklisten, Prüffragen oder konkrete Kriterien, damit Fortschritt sichtbar wird.
Zeige, wie das Ergebnis verwendet, weitergeführt oder später verbessert werden kann.
Die Grundlogik bleibt gleich, aber nicht jedes Produkt braucht Kapitel, Module oder Arbeitsblätter in derselben Form.
Kapitel bauen Wissen schrittweise auf. Jedes Kapitel sollte eine konkrete Frage beantworten oder eine Entscheidung vorbereiten.
Kurze Erklärungen wechseln sich mit Fragen, Aufgaben, Tabellen und Platz für eigene Ergebnisse ab.
Die eigentliche Vorlage steht im Mittelpunkt. Anleitung, Beispiel und kurze Anwendungshinweise ergänzen sie.
Module sollten aufeinander aufbauen und jeweils mit einer konkreten Aufgabe oder einem sichtbaren Zwischenergebnis enden.
Prompts werden nach Anwendungsfall sortiert und mit Eingabehinweisen, Variablen und einem Beispielergebnis erklärt.
Lege klar fest, welche Schritte der Käufer selbst erledigt und an welcher Stelle Feedback oder persönliche Begleitung folgt.
Das Beispiel zeigt, wie das Haushalts-Workbook aus den vorherigen Schritten in einen klaren, begrenzten Ablauf übersetzt werden kann.
Ziel: Der Käufer entwickelt innerhalb von 30 Tagen einen einfachen Wochenplan, kurze Routinen und eine klare Aufgabenverteilung für den Familienalltag.
Schreibe zunächst nur Überschriften und jeweils ein bis zwei Sätze zum Zweck des Abschnitts. Die eigentlichen Inhalte erstellst du erst in Schritt 5.
Schreibe in einem Satz auf, was der Käufer nach der Nutzung fertig oder erreicht haben soll.
Notiere zunächst ungeordnet alle Entscheidungen, Informationen und Aufgaben, die zum Ergebnis führen.
Entferne alles, was nicht direkt zum Ergebnis beiträgt oder für eine spätere Erweiterung besser geeignet wäre.
Prüfe, welche Information oder Entscheidung der Käufer benötigt, bevor er mit dem nächsten Punkt beginnen kann.
Schreibe zu jeder Überschrift, was der Käufer dort verstehen, entscheiden oder erledigen soll.
Ein guter Plan macht den nächsten Schritt leichter. Du solltest genau wissen, welche Inhalte du erstellen musst und warum jeder Abschnitt vorhanden ist.
Du brauchst in diesem Schritt noch keine fertigen Texte oder Designs. Ziel ist ein nachvollziehbarer Plan, der dich bei der Erstellung führt.
So umfangreich wie nötig, aber nicht größer. Der richtige Umfang hängt vom versprochenen Ergebnis ab, nicht von einer festen Seitenzahl oder Anzahl an Modulen.
Ja. Starte mit einer vollständigen Kernversion. Zusätzliche Beispiele, Vorlagen oder fortgeschrittene Inhalte kannst du später auf Grundlage echter Rückmeldungen ergänzen.
Nein. Beim Schreiben oder Produzieren können sich sinnvolle Änderungen ergeben. Der Plan ist eine Arbeitsgrundlage, kein starres Verbot.
Nur wenn sie das Hauptergebnis sinnvoll unterstützen. Ein Bonus sollte keine Lücke im eigentlichen Produkt verdecken und nicht nur den Umfang künstlich erhöhen.