Made by a seller
Physische Produkte, die du selbst herstellst, veränderst, zusammenbaust oder mit computergestützten Werkzeugen wie 3D-Drucker, CNC oder Cricut produzierst.
Bevor du Produktideen auswählst oder deinen Shop aufbaust, solltest du zuerst prüfen, ob dein Angebot überhaupt zu Etsy passt. Hier erfährst du, welche Arten von Produkten Etsy grundsätzlich zulässt, wo Reselling und Dropshipping problematisch werden und was bei Print on Demand, digitalen Produkten, KI und Dienstleistungen gilt.
Von Luisa Luer – Verkauf über Etsy seit 2018
Etsy fasst zulässige Angebote aktuell in vier Grundgruppen zusammen: von dir hergestellt, von dir gestaltet, von dir persönlich ausgewählt oder von dir in einer zulässigen Kategorie beschafft. Einfach massenproduzierte Handelsware einzukaufen und unverändert weiterzuverkaufen, passt grundsätzlich nicht zu diesen Regeln.
Die aktuellen Etsy Creativity Standards arbeiten mit vier Kategorien. Entscheidend ist nicht nur, was du verkaufst, sondern auch, welchen eigenen Beitrag du zur Herstellung, Gestaltung, Auswahl oder Beschaffung leistest.
Physische Produkte, die du selbst herstellst, veränderst, zusammenbaust oder mit computergestützten Werkzeugen wie 3D-Drucker, CNC oder Cricut produzierst.
Eigene Designs, die du als digitalen Download anbietest oder durch einen Produktionspartner herstellen lässt. Auch bestimmte von dir angeleitete KI-Kreationen können darunter fallen.
Von dir persönlich ausgewählte Vintage-Produkte ab 20 Jahren, bestimmte Naturfunde und zulässige, von dir kuratierte Geschenkboxen.
Bestimmte Produkte, die Kreativität beim Käufer ermöglichen, zum Beispiel zulässige Kreativ- und Partyartikel oder durch den Käufer personalisierte Produkte.
Der häufigste Denkfehler ist, Etsy wie einen allgemeinen Marktplatz für beliebige Handelsware zu behandeln. Genau hier ziehen die aktuellen Etsy-Regeln eine klare Grenze.
Diese Modelle sind nicht automatisch verboten. Sie müssen aber zu Etsys Regeln für eigene Gestaltung und transparente Angaben passen.
Ein POD-Anbieter kann als Produktionspartner zulässig sein, wenn dein eigenes Design oder eine individuelle Käuferpersonalisierung produziert wird. Den Produktionspartner musst du bei den betreffenden Listings angeben. Ein Standardprodukt ohne deinen eigenen Gestaltungsbeitrag wird dadurch nicht automatisch zulässig.
Digitale Angebote müssen von dir erstellt oder gestaltet sein. Etsy erlaubt sowohl vorbereitete Downloads als auch individuell angefertigte digitale Dateien. Fremde Werke einfach als Sammlung, Scan oder PDF weiterzuverkaufen erfüllt die Creativity Standards nicht.
Etsy zählt seller-prompted AI creations zu „Designed by a seller“, wenn die Kreation auf deinen eigenen Eingaben basiert. Die Nutzung von KI muss im betreffenden Listing offengelegt werden. Reine KI-Prompt-Bundles gelten nach den aktuellen Creativity Standards dagegen nicht als zulässiges Verkäuferdesign.
Etsy ist kein allgemeiner Dienstleistungs-Marktplatz. Dienstleistungen und Vermietungen sind grundsätzlich nicht frei einstellbar. Bestimmte Leistungen können aber zulässig sein, wenn daraus ein nach Etsy-Regeln zulässiges physisches oder digitales Ergebnis entsteht.
Zu den von Etsy genannten Beispielen gehören bestimmte digitale Kreativleistungen wie individuelles Schreiben und Design, Logo- und Branddesign, Musik- oder Audioproduktion, Videobearbeitung und Illustration, wenn das Ergebnis als digitale Datei geliefert wird.
Auch ein selbst erstelltes Produkt kann problematisch sein, wenn du geschützte Logos, Figuren, Texte, Designs oder andere fremde Inhalte ohne passende Rechte nutzt.
Etsy kann gemeldete Inhalte bei mutmaßlichen Verletzungen geistiger Eigentumsrechte entfernen oder deaktivieren. Prüfe Schutzrechte deshalb getrennt von der Frage, ob dein Produkttyp grundsätzlich auf Etsy erlaubt ist.
Etsy führt eine eigene Prohibited Items Policy. Die Richtlinie wurde zuletzt am 11. August 2026 aktualisiert. Die folgenden Gruppen sind eine Orientierung und ersetzen nicht die Detailprüfung deines konkreten Produkts.
Nutze diese Reihenfolge, bevor du viel Zeit in Produktfotos, Listingtexte oder Werbung investierst.
Ordne dein Angebot zuerst ein: Hast du es selbst hergestellt, selbst gestaltet, persönlich ausgewählt oder als zulässiges Kreativ- beziehungsweise Partyprodukt beschafft?
Wenn ein Dritter produziert oder versendet, kläre, ob es sich um einen zulässigen Produktionspartner handelt. Ein fertiges Handelsprodukt ohne eigenes Design oder Käuferpersonalisierung ist nicht automatisch Etsy-tauglich.
Kontrolliere vor dem Listing, ob dein Produkt unter eine verbotene oder eingeschränkte Kategorie fällt. Beachte, dass Etsy seine Richtlinien ändern kann.
Stelle sicher, dass du deine verwendeten Designs, Fotos, Texte und sonstigen Inhalte selbst nutzen darfst und keine fremden Schutzrechte verletzt.
Gib Produktionspartner und den Einsatz von KI dort an, wo Etsy dies verlangt, und beschreibe dein Angebot so, dass Herstellung, Gestaltung und Versand nicht irreführend dargestellt werden.
Bei Plattformregeln arbeite ich bewusst mit den offiziellen Etsy-Richtlinien. Wenn du ein Grenzfall-Produkt planst, prüfe die Originalquelle vor dem Veröffentlichen erneut.
Jetzt weißt du, welche Angebote grundsätzlich zu Etsy passen können. Im nächsten Schritt prüfst du Nachfrage, Wettbewerb, Zielgruppe und Produktpotenzial.