Schema.org definiert Typen und Eigenschaften wie Person, Organization, Article, Product oder BreadcrumbList.
Strukturierte Daten einfach erklärt: Schema.org verstehen, einbauen und richtig testen.
Strukturierte Daten geben Suchmaschinen zusätzliche, maschinenlesbare Hinweise darüber, was eine Seite enthält und wie Personen, Unternehmen, Artikel, Produkte oder andere Inhalte zusammengehören. Hier lernst du nicht nur, was Schema.org und JSON-LD bedeuten, sondern auch, welches Markup sinnvoll ist, wie du es kontrollierst und warum ein fehlerfreier Code trotzdem noch kein garantiertes Rich Result bedeutet.
Was sind strukturierte Daten?
Statt nur Text zu lesen, kann ein System dadurch zum Beispiel erkennen: Das ist ein Artikel, diese Person ist der Autor, dieses Unternehmen ist der Herausgeber und diese Navigationspunkte bilden den Seitenpfad. Dafür wird häufig das Vokabular von Schema.org verwendet. Für Google ist JSON-LD in den meisten Fällen das empfohlene Format.
Schema.org, JSON-LD und Rich Results sind nicht dasselbe.
JSON-LD ist eine technische Schreibweise, mit der strukturierte Daten in einem separaten Codeblock hinterlegt werden können.
Ein Rich Result ist eine erweiterte Darstellung in Google. Nur bestimmte strukturierte Datentypen unterstützen solche Funktionen.
Du brauchst nicht auf jeder Seite möglichst viel Schema.
Markiere nur Informationen, die auf der Seite tatsächlich vorhanden sind und zum Seitentyp passen.
Unternehmen beschreiben
Name, URL und weitere eindeutige Unternehmensinformationen maschinenlesbar verbinden.
Autor oder Person kennzeichnen
Hilfreich, wenn klar gezeigt werden soll, welche Person hinter Inhalten oder Fachwissen steht.
Seiteninhalt einordnen
Beschreibt eine Webseite beziehungsweise einen redaktionellen Artikel.
Seitenhierarchie zeigen
Beschreibt den Pfad einer Seite innerhalb der Website.
Produkte beschreiben
Kann Produktinformationen wie Preis oder Verfügbarkeit abbilden, wenn sie tatsächlich auf der Seite vorhanden sind.
Lokales Unternehmen einordnen
Kann passende Angaben wie Name, Adresse und Unternehmensart maschinenlesbar beschreiben.
FAQ semantisch beschreiben
FAQ-Markup kann technisch gültig sein, bedeutet aber nicht automatisch ein sichtbares FAQ-Rich-Result.
Website als Ganzes beschreiben
Verknüpft übergeordnete Website-Informationen mit Organization, Person oder einzelnen WebPages.
„Schema gültig“ und „für ein Google Rich Result geeignet“ sind zwei verschiedene Prüfungen.
Prüft Schema.org-Markup allgemein: Syntax, erkannte Typen und Eigenschaften.
Prüft Google-spezifisch, welche unterstützten Rich-Result-Typen erkannt werden und ob kritische Fehler bestehen.
Nach der Veröffentlichung kontrollierst du in der Search Console, wie Google die konkrete URL sieht.
Nach dem Crawling kannst du für unterstützte Typen in der Search Console gültige und ungültige Elemente überwachen.
Mit diesen vier offiziellen Tools prüfst du strukturierte Daten richtig.
Für Implementierung und Kontrolle reichen zunächst die offiziellen Google- und Schema.org-Werkzeuge.
Rich Results Test
Prüft eine veröffentlichte URL oder direkt eingefügten Code darauf, welche von Google unterstützten Rich Results daraus entstehen könnten.
Schema Markup Validator
Validiert Schema.org-Markup unabhängig davon, ob der Typ aktuell ein spezielles Google-Rich-Result unterstützt.
URL-Prüftool
Prüfe nach dem Veröffentlichen, wie Google eine bestimmte URL verarbeitet und ob die aktuelle Live-Version erreichbar ist.
Structured Data Gallery
Zeigt, welche strukturierten Datentypen Google aktuell für besondere Suchdarstellungen unterstützt.
So gehst du vom Seitentext bis zur kontrollierten Veröffentlichung vor.
Zuerst den echten Seiteninhalt festlegen
Schema beschreibt vorhandenen Inhalt. Kläre deshalb Seitentyp, Autor, Unternehmen, Breadcrumb, Produkt oder andere sichtbare Informationen.
Passenden Schema-Typ wählen
Prüfe bei Google, ob es für deinen Inhalt einen unterstützten Rich-Result-Typ gibt.
JSON-LD sauber aufbauen
Verwende nur korrekte Angaben und verknüpfe wiederkehrende Entitäten möglichst konsistent über @id.
Zuerst Schema.org validieren
Behebe Syntaxprobleme, Tippfehler, falsche Typen und problematische Eigenschaften.
Dann Google Rich Results testen
Prüfe, ob Google einen unterstützten Typ erkennt. Kritische Fehler solltest du vor der Veröffentlichung beheben.
Veröffentlichen und die echte URL testen
Teste nicht nur den kopierten Code, sondern auch die veröffentlichte URL.
Search Console überwachen
Kontrolliere nach dem Crawling die Rich-Result-Berichte und das URL-Prüftool.
So sieht strukturierte Information im Quellcode grundsätzlich aus.
Das Beispiel zeigt nur das Prinzip. Welche Eigenschaften du wirklich brauchst, hängt vom konkreten Seitentyp und den aktuellen Anforderungen ab.
<script type="application/ld+json">
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "Article",
"headline": "Beispieltitel des Artikels",
"author": {
"@type": "Person",
"name": "Max Mustermann"
},
"publisher": {
"@type": "Organization",
"name": "Beispielunternehmen"
}
}
</script>
Warum dein Markup valide sein kann und trotzdem kein Rich Result erscheint.
Schema.org kennt mehr Typen als Google für spezielle Suchdarstellungen nutzt.
Ein Typ kann syntaktisch korrekt sein, aber für eine Google-Funktion zusätzliche Eigenschaften benötigen.
Strukturierte Daten sollten den tatsächlichen Hauptinhalt der Seite repräsentieren.
Website-Builder, Plugins oder Themes können bereits Markup erzeugen. Prüfe deshalb die veröffentlichte Seite.
Die Eignung für ein Rich Result ist keine Garantie für die tatsächliche Anzeige.
Ein isolierter Codeblock kann korrekt sein, während die veröffentlichte Seite anders ausgeliefert wird.
Nutze nicht jedes Tool für dieselbe Frage.
„Ist mein Schema-Code technisch sauber?“
→ Schema Markup Validator.
„Kann Google daraus ein Rich Result machen?“
→ Rich Results Test.
„Was erkennt Google nach der Veröffentlichung?“
→ Search Console mit URL-Prüfung und Rich-Result-Berichten.
Prüfe immer den veröffentlichten Quellcode – nicht nur das Feld, in das du JSON-LD eingefügt hast.
Website-Builder können zusätzliches Markup ausgeben. Deshalb ist der URL-Test nach der Veröffentlichung besonders wichtig.
Prüfe, ob das Markup zur sichtbaren Seite passt und keine erfundenen Angaben enthält.
Teste den JSON-LD-Code separat im Schema Validator und – falls passend – im Rich Results Test.
Teste die komplette URL erneut. Nur so siehst du, was der Website-Builder tatsächlich ausliefert.
Wiederhole die Prüfung bei wesentlichen Änderungen an Inhalt, Autorenangaben, Navigation oder Produktdaten.
Strukturierte Daten sind nur ein Teil von technischem SEO.
Mein kostenloser SEO-Leitfaden hilft dir, Keyword-Recherche, Inhalte, Technik und Sichtbarkeit als zusammenhängendes System zu verstehen.
