Instagram, TikTok, X und YouTube in der Google Search Console auswerten
Mit den neuen Plattform-Properties kannst du sehen, über welche Google-Suchanfragen deine öffentlich zugänglichen Social-Media- und Videoinhalte gefunden werden. Du erkennst außerdem, welche Posts und Videos Impressionen oder Klicks aus Google erhalten. Diese Anleitung zeigt dir Schritt für Schritt, wie du deine Kanäle verbindest und wie du aus den Daten konkrete Entscheidungen für neue Posts, Videos und Website-Inhalte ableitest.
Was sind Plattform-Properties in der Google Search Console?
Mit einer normalen Search-Console-Property prüfst du deine eigene Website. Eine Plattform-Property ist dagegen für ein Social-Media-Konto oder einen Videokanal gedacht. Damit siehst du nicht die gesamte Reichweite des Kanals, sondern nur den Teil, der über Google entsteht.
Eine Plattform-Property steht für ein bestimmtes Social-Media-Konto oder einen bestimmten Videokanal. Sie ist keine Website-Property und ersetzt deine bestehende Domain- oder URL-Präfix-Property nicht.
Die Daten beziehen sich auf Google – nicht auf die Plattform selbst
Die Search Console zeigt dir beispielsweise nicht, wie oft dein TikTok-Video direkt im TikTok-Feed ausgespielt wurde. Sie zeigt dir, wie deine öffentlich zugänglichen TikTok-Inhalte über Google gefunden und angeklickt wurden.
Welche Social-Media-Plattformen kannst du hinzufügen?
Google unterstützt zum Start vier Plattformen. Jede davon wird als eigene Property angelegt und getrennt ausgewertet.
Mehrere Konten müssen einzeln hinzugefügt werden
Verwaltet dein Unternehmen beispielsweise zwei Instagram-Profile und einen YouTube-Kanal, legst du für jedes Profil beziehungsweise jeden Kanal eine eigene Plattform-Property an. Dadurch bleiben die Leistungsdaten getrennt und besser vergleichbar.
Instagram, TikTok, X oder YouTube in der Search Console hinzufügen
Google Search Console öffnen
Melde dich mit dem Google-Konto an, in dem du die Plattform-Property verwalten möchtest. Dieses Konto muss nicht zwingend identisch mit dem Login der Social-Media-Plattform sein.
„Property hinzufügen“ auswählen
Öffne in der linken Seitenleiste die Property-Auswahl und klicke auf „Property hinzufügen“. Alternativ kannst du die Bestätigungsseite der Search Console aufrufen.
Plattform auswählen
Wähle Instagram, TikTok, X oder YouTube aus der Liste der unterstützten Plattformen. Ist keine dieser Optionen sichtbar, wurde die Funktion für dein Konto möglicherweise noch nicht freigeschaltet.
Konto sicher autorisieren
Folge den eingeblendeten Schritten und melde dich bei der jeweiligen Plattform an. Du bestätigst dadurch, dass du das Konto oder den Kanal tatsächlich verwaltest.
Bestätigung abschließen
Nach erfolgreicher Bestätigung zeigt Google eine Meldung an. Öffne anschließend die neue Property über „Zur Property“, um die Einrichtung abzuschließen.
Auf die ersten Daten warten
Die Berichte sind nicht immer sofort gefüllt. Laut Google kann es einige Tage dauern, bis Leistungsdaten in der neuen Plattform-Property erscheinen.
Verbindung kann später erneut bestätigt werden müssen
Google überprüft die Inhaberschaft regelmäßig. Läuft eine externe Anmeldung ab oder wird die Verbindung unterbrochen, kann der Zugriff auf die Plattform-Property pausieren. Nach einer erneuten Autorisierung bleiben die bisherigen Berichte erhalten.
Welche Daten zeigen Plattform-Properties?
Die Plattform-Property enthält Berichte zur Inhaltsleistung und zu Traffic-Trends. Je nach Verfügbarkeit deiner Inhalte kann Google Daten aus der Google Suche sowie aus Google News und Discover anzeigen.
Klicks aus Google
Du erkennst, wie oft Nutzer aus einem Google-Produkt auf einen deiner Social-Media- oder Videoinhalte geklickt haben.
Sichtkontakte in Google
Impressionen zeigen, wie oft deine Inhalte in unterstützten Google-Oberflächen eingeblendet wurden.
Begriffe, über die Nutzer dich finden
Suchanfragen helfen dir zu verstehen, welche Themen, Markennamen und Fragestellungen deine Inhalte mit Google-Sichtbarkeit verbinden.
Erfolgreiche Posts und Videos
Du kannst erkennen, welche einzelnen Beiträge oder Videos besonders häufig in Google erscheinen oder Klicks erhalten.
Entwicklungen im Zeitverlauf
Traffic-Trends zeigen, ob bestimmte Themen, Formate oder Veröffentlichungen über Google an Sichtbarkeit gewinnen oder verlieren.
Zusammengefasste Leistungsübersicht
Der Insights-Bericht bündelt wichtige Entwicklungen und erfolgreiche Inhalte, damit du Auffälligkeiten schneller erkennst.
Keine vollständige Social-Media-Analyse
Plattform-Properties ersetzen nicht Instagram Insights, TikTok Analytics, YouTube Analytics oder die Statistiken von X. Für Reichweite, Wiedergabedauer, Followerentwicklung oder Interaktionen innerhalb der Plattformen benötigst du weiterhin deren eigene Analysewerkzeuge.
Website-Property und Plattform-Property: Was ist der Unterschied?
So wertest du die Daten Schritt für Schritt aus
Am Anfang reichen drei Fragen: Über welche Suchanfragen werden deine Inhalte gefunden? Welche Posts oder Videos erhalten Klicks? Und welche Themen tauchen wiederholt auf? Du musst dafür keine komplizierten Berichte bauen.
Mit den Suchanfragen beginnen
Öffne die Suchanfragen und markiere Begriffe, die mehrfach vorkommen. Ordne sie einfachen Themen zu, zum Beispiel „Anleitung“, „Vergleich“, „Problem lösen“, „Markensuche“ oder „Produktfrage“.
Beispiel: Werden mehrere deiner Videos über Suchanfragen wie „Pinterest Affiliate starten“ oder „Pinterest Provision verdienen“ gefunden, ist das ein klares Zeichen für ein zusammenhängendes Themeninteresse.
Die erfolgreichsten Inhalte prüfen
Sortiere nach Klicks und danach nach Impressionen. Öffne die Beiträge oder Videos, die weit oben stehen, und notiere: Thema, Titel, Format, Veröffentlichungszeitpunkt und konkrete Frage, die beantwortet wird.
So erkennst du, ob eher kurze Erklärvideos, Schritt-für-Schritt-Inhalte, Vergleiche oder aktuelle Themen über Google funktionieren.
Viele Impressionen, aber wenige Klicks einordnen
Hohe Impressionen zeigen, dass Google den Inhalt häufig einblendet. Wenige Klicks bedeuten aber nicht automatisch, dass der Inhalt schlecht ist. Prüfe zuerst, ob Titel und Themenversprechen klar genug sind.
Beispiel: Ein Video wird häufig zu „Instagram Reichweite erhöhen“ angezeigt, heißt aber nur „Meine 5 besten Tipps“. Ein präziserer Titel kann deutlicher machen, was der Nutzer bekommt.
Aus einem guten Social-Media-Thema eine Website-Seite machen
Taucht ein Thema wiederholt auf und erhält über mehrere Wochen Impressionen oder Klicks, kann sich ein ausführlicher Artikel oder eine Landingpage auf deiner Website lohnen.
Beispiel: Ein TikTok-Video zu „Kleinunternehmer oder Kleingewerbe“ wird regelmäßig gefunden. Dann kann ein ausführlicher Website-Artikel die Frage tiefer beantworten, Beispiele liefern und intern auf weitere Gründungsthemen verlinken.
Neue Inhalte aus echten Daten ableiten
Erstelle nicht einfach denselben Post noch einmal. Nutze die Suchanfragen für neue Blickwinkel. Aus einer häufigen Frage können zum Beispiel ein Vergleich, eine Checkliste, ein Fehlerartikel und ein Schritt-für-Schritt-Video entstehen.
Einmal im Monat kurz vergleichen
Vergleiche immer denselben Zeitraum, zum Beispiel die letzten 28 Tage mit den 28 Tagen davor. Notiere nur drei Dinge: neue Suchanfragen, stärkste Inhalte und auffällige Verluste.
So erkennst du Trends, ohne dich täglich mit Zahlen zu beschäftigen.
Einfache Monatsroutine für Anfänger
- Top 10 Suchanfragen ansehen.
- Top 5 Inhalte nach Klicks prüfen.
- Inhalte mit vielen Impressionen und wenigen Klicks markieren.
- Ein Thema für einen neuen Post oder ein neues Video auswählen.
- Ein starkes Thema für einen ausführlicheren Website-Inhalt vormerken.
Social Media liefert dir Themen – deine Website baut daraus dauerhaftes Wissen auf
Plattform-Properties helfen dir zu erkennen, welche Themen bereits über Google sichtbar werden. Deine eigene Website ist anschließend der Ort, an dem du diese Themen ausführlicher erklärst, intern verlinkst und unabhängig von einzelnen Plattformen dauerhaft weiterentwickelst.
Was kannst du konkret verbessern?
Die Plattform-Property selbst verbessert deine Sichtbarkeit nicht. Sie zeigt dir aber, an welcher Stelle du ansetzen kannst. Nutze dafür immer die Kombination aus Suchanfrage, Impressionen, Klicks und dem dazugehörigen Inhalt.
Suchanfrage passt, aber kaum Klicks
Prüfe Titel, Vorschaubild und sichtbare Beschreibung. Sie sollten klar sagen, welche Frage beantwortet wird und welchen Nutzen der Inhalt bietet.
Ein Inhalt erhält dauerhaft Klicks
Erstelle eine vertiefende Version, einen Folgebeitrag oder einen ausführlichen Artikel auf deiner Website. Vermeide bloße Wiederholungen.
Viele ähnliche Suchanfragen
Bündele sie zu einem größeren Thema. Daraus kann eine kleine Content-Serie mit mehreren klar abgegrenzten Fragen entstehen.
Nur Markensuchen bringen Klicks
Dann wirst du vor allem von Personen gefunden, die dich bereits kennen. Ergänze Inhalte, die auch konkrete Probleme und Fragen außerhalb deines Markennamens beantworten.
Ein Thema verliert sichtbar
Prüfe, ob Informationen veraltet sind, ein neueres Video existiert oder die Suchnachfrage saisonal zurückgeht. Aktualisiere nur, wenn es fachlich sinnvoll ist.
Ein Kanal funktioniert besser als ein anderer
Vergleiche nicht nur Reichweite, sondern auch Suchsichtbarkeit. Ein YouTube-Video kann über Google langfristiger gefunden werden als ein kurzer Social-Media-Post.
Wichtig: Nicht jeden erfolgreichen Beitrag kopieren
Nutze erfolgreiche Inhalte als Ausgangspunkt. Erstelle danach neue Fragen, Beispiele, Vergleiche oder Anleitungen. So vermeidest du Wiederholungen und baust ein echtes Themencluster auf.
Warum kannst du keine Plattform-Property hinzufügen oder siehst keine Daten?
Funktion ist noch nicht freigeschaltet
Google führt Plattform-Properties schrittweise ein. Wenn die vier Plattformen nicht unter „Property hinzufügen“ erscheinen, musst du auf die Freischaltung warten.
Falsches Plattformkonto autorisiert
Prüfe bei der Anmeldung genau, welches Profil oder welcher Kanal ausgewählt wurde, insbesondere wenn du mehrere Konten verwaltest.
Inhaberschaft kann nicht bestätigt werden
Du benötigst ausreichende Zugriffsrechte auf das Plattformkonto. Ein reiner redaktioneller Zugang kann je nach Plattform möglicherweise nicht ausreichen.
Verbindung ist abgelaufen
Externe Anmeldungen können aus Sicherheitsgründen ablaufen. Autorisiere die Verbindung erneut, wenn die Search Console dazu auffordert.
Noch keine Berichtsdaten
Nach der Einrichtung kann es einige Tage dauern. Außerdem werden nur Daten angezeigt, wenn deine Inhalte tatsächlich Impressionen oder Klicks in unterstützten Google-Produkten erhalten.
Falsche Erwartungen an die Kennzahlen
Die Property zeigt keine vollständige Kanalreichweite, keine Followerstatistik und keine plattforminternen Ausspielungen. Diese Werte findest du weiterhin in den jeweiligen Plattform-Analytics.
Für wen sind Plattform-Properties besonders interessant?
- Creator: um zu erkennen, welche Videos und Posts zusätzlich über Google gefunden werden.
- Selbstständige: um Themen für Website, Angebote und Social-Media-Content besser aufeinander abzustimmen.
- Unternehmen: um die Google-Sichtbarkeit verschiedener Marken- und Kanalprofile getrennt zu beobachten.
- Publisher: um Inhalte in Google Suche, Discover und gegebenenfalls Google News auszuwerten.
- SEO- und Content-Verantwortliche: um Social-Media-Daten in die Themen- und Contentplanung einzubeziehen.
- Agenturen: um für jedes bestätigte Kundenprofil eine eigene Property zu verwalten und auszuwerten.
Häufige Fragen zu Plattform-Properties
Welche Social-Media-Kanäle unterstützt die Google Search Console?
Unterstützt werden derzeit Instagram, TikTok, X und YouTube. Jedes Konto beziehungsweise jeder Kanal wird als eigene Plattform-Property hinzugefügt.
Kann ich Facebook oder LinkedIn hinzufügen?
Nein. Google nennt derzeit nur Instagram, TikTok, X und YouTube als unterstützte Plattformen. Facebook und LinkedIn gehören momentan nicht zur verfügbaren Auswahl.
Warum sehe ich die Funktion in meinem Konto noch nicht?
Die Funktion wird schrittweise ausgerollt. Es kann deshalb sein, dass sie für dein Google-Konto noch nicht freigeschaltet wurde. Eine manuelle Aktivierung lässt sich nach den derzeitigen Informationen nicht erzwingen.
Werden meine TikTok- oder Instagram-Reichweiten angezeigt?
Nur die Leistung in Google-Produkten wird angezeigt. Plattforminterne Reichweite, Feed-Ausspielungen, Follower und Interaktionen findest du weiterhin in den Analytics der jeweiligen Plattform.
Kann ich mehrere Instagram- oder YouTube-Konten verbinden?
Ja. Für jedes Konto, Profil oder jeden Kanal legst du eine eigene Plattform-Property an und wiederholst den Bestätigungsprozess.
Wie schnell erscheinen nach der Einrichtung Daten?
Laut Google kann es einige Tage dauern, bis Daten in den Berichten erscheinen. Voraussetzung ist außerdem, dass die verbundenen Inhalte tatsächlich in Google eingeblendet oder angeklickt werden.
Kann ich einzelne Social-Media-Posts über die Search Console indexieren lassen?
Nein. Die URL-Prüfung und die manuelle Indexierungsanfrage sind Funktionen für Website-Properties. Eine Plattform-Property dient der Auswertung und bietet keine manuelle Indexierungsfunktion für einzelne Posts oder Videos.
Ersetzt die Plattform-Property meine normale Search-Console-Property?
Nein. Deine Website-Property bleibt für Website-Leistung, Indexierung und technische Berichte erforderlich. Die Plattform-Property ergänzt sie um Daten zu deinem Social-Media- oder Videokanal.
Wie oft sollte ich die Plattform-Property auswerten?
Für den Anfang reicht eine monatliche Auswertung. Prüfe die wichtigsten Suchanfragen, Inhalte mit den meisten Klicks und Inhalte mit vielen Impressionen, aber wenigen Klicks. Tägliche Kontrollen sind in der Regel nicht nötig.
Wann lohnt sich aus einem Social-Media-Thema ein Website-Artikel?
Wenn ein Thema über mehrere Wochen wiederholt Impressionen oder Klicks erhält und sich ausführlicher erklären lässt. Ein Website-Artikel ist besonders sinnvoll, wenn du Beispiele, Schritte, Vergleiche oder weiterführende Links ergänzen kannst.
Warum muss die Verbindung später erneut bestätigt werden?
Google überprüft aus Sicherheitsgründen regelmäßig die Inhaberschaft. Wenn eine externe Anmeldung abläuft, kann die Verbindung pausieren, bis du sie erneut autorisierst.
Verwendete und weiterführende Quellen
Der Artikel basiert auf der offiziellen Ankündigung und Hilfe von Google zu Plattform-Properties.
Social-Media-Inhalte nicht nur veröffentlichen, sondern ihre Google-Sichtbarkeit verstehen
Verbinde deine verfügbaren Plattformkonten, beobachte Suchanfragen und erfolgreiche Inhalte und nutze diese Erkenntnisse für deine nächsten Posts, Videos und Website-Themen.
