Produkt erklären
A+ Content eignet sich für Informationen, die auf Hauptbild, Galerie und Bulletpoints keinen sinnvollen Platz mehr haben: Anwendung, Material, Aufbau, technische Details oder typische Fragen.
A+ Content gibt dir deutlich mehr Platz als die normale Produktbeschreibung – aber mehr Platz allein macht noch kein besseres Listing. Entscheidend ist, welche Kaufhürden du dort löst, welche Informationen du bewusst nicht aus den Produktbildern wiederholst und wie du Bilder, Texte, Vergleiche, Videos und Markeninhalte so anordnest, dass Käufer dein Produkt schneller verstehen. Hier erfährst du, wer A+ Content nutzen kann, was Basic und Premium unterscheidet, welche Module sinnvoll sind und wie du daraus eine klare Verkaufsseite innerhalb deines Amazon Listings aufbaust.
Von Luisa Luer – Amazon-FBA-Expertise seit 2018
A+ Content erweitert deine Produktdetailseite um zusätzliche Bild-, Text- und Vergleichsmodule. Bei Premium A+ kommen unter anderem Videos, größere Bildflächen, Hotspots, Karussells und Q&A-Module hinzu. Der Bereich erscheint weiter unten auf der Produktdetailseite und soll Käufern helfen, Produkt und Marke besser zu verstehen.
A+ Content eignet sich für Informationen, die auf Hauptbild, Galerie und Bulletpoints keinen sinnvollen Platz mehr haben: Anwendung, Material, Aufbau, technische Details oder typische Fragen.
Nutze den zusätzlichen Platz, um Unsicherheit zu reduzieren. Besonders stark sind Inhalte, die aus Rezensionen, Retourengründen oder wiederkehrenden Kundenfragen abgeleitet wurden.
Vergleichs- und shoppable Module können passende Produkte deines Sortiments gegenüberstellen und Cross-Selling ermöglichen, ohne den Käufer aus Amazon herauszuführen.
Brand Story und ausgewählte A+ Bereiche können Herkunft, Werte oder Sortiment einordnen – aber erst, wenn die wichtigsten Produktfragen geklärt sind.
Wenn ein Käufer noch nicht versteht, warum dein Produkt zu ihm passt, hilft ihm eine lange Gründergeschichte kaum weiter. Nutze A+ zuerst für die Kaufentscheidung und Markeninhalte anschließend für Vertrauen und Wiedererkennung.
Amazon berichtet auf Basis eigener interner Daten, dass Basic A+ Content Verkäufe um bis zu 8 % und gut umgesetzter Premium A+ Content um bis zu 20 % steigern kann. Das sind keine garantierten Werte für dein Listing – sie zeigen aber, warum A+ mehr sein sollte als dekorative Zusatzfläche.
Amazon nennt aktuell einen professionellen Verkaufstarif als Grundlage. Für Markenprodukte brauchst du außerdem eine passende Rolle für eine in Amazon Brand Registry registrierte Marke. Amazon weist zusätzlich darauf hin, dass auch generische Produkte im eigenen Katalog für A+ Content infrage kommen können.
A+ Content gehört zu den Funktionen für professionelle Verkaufskonten. Prüfe im A+ Content Manager, ob der Bereich in deinem Konto verfügbar ist.
Für registrierte Marken brauchst du eine Brand-Representative- oder Reseller-Rolle für die entsprechende Marke, damit du Inhalte für die zugehörigen ASINs erstellen kannst.
A+ Content lässt sich auf ASINs anwenden, die deiner Marke zugeordnet sind und für die du berechtigt bist. Fremde Markenlistings kannst du nicht beliebig überschreiben.
Amazon beschreibt A+ Content aktuell als kostenlos für Verkäufer, die die jeweiligen Voraussetzungen erfüllen. Premium A+ ist zusätzlich an Berechtigungskriterien gekoppelt.
Die drei Begriffe beschreiben unterschiedliche Möglichkeiten innerhalb des A+ Systems. Für Starter reicht Basic A+ oft völlig aus. Premium wird interessant, wenn du größere, interaktive und bewegte Inhalte nutzen möchtest.
| Variante | Wofür? | Typische Inhalte | Praxis-Einsatz |
|---|---|---|---|
| Basic A+ | Produktinformationen vertiefen | Bilder, Text, Banner, Vergleichstabellen | Für die meisten ersten A+ Projekte ausreichend |
| Premium A+ | Interaktiver und visueller erklären | größere Bilder, Videos, Hotspots, Karussells, Q&A, erweiterte Vergleiche | Für komplexe Produkte, stärkere Markenpräsentation und umfangreichere Kataloge |
| Brand Story | Marke und Sortiment einordnen | Markengeschichte, Werte, Store-/Sortimentsbezug | Nach der Produktargumentation als Vertrauens- und Cross-Selling-Baustein |
Amazon nennt aktuell zwei zentrale Bedingungen: Eine veröffentlichte Brand Story auf allen von dir besessenen Marken-ASINs und mindestens fünf genehmigte und veröffentlichte A+ Projekte innerhalb der vergangenen zwölf Monate.
Wenn deine Marke die Anforderungen erfüllt, erscheint der Premium-Zugang im A+ Content Manager.
Premium ist besonders interessant, wenn du komplexe Anwendung erklären, Videos einbinden, Produktdetails per Hotspot markieren, Varianten oder Produkte interaktiv vergleichen oder eine lange A+ Seite stärker wie eine moderne Landingpage aufbauen möchtest.
Diese Frage taucht in Seller-Foren immer wieder auf. Amazon erklärt, dass die Berechtigung regelmäßig neu geprüft wird und Premium nach erfolgreicher Prüfung automatisch im A+ Content Manager freigeschaltet wird. Du musst den Zugang nicht separat „bestellen“. Prüfe deshalb zuerst, ob wirklich alle eigenen Marken-ASINs eine veröffentlichte Brand Story haben und ob mindestens fünf A+ Projekte in den vergangenen zwölf Monaten genehmigt und veröffentlicht wurden.
Ein schlecht geplanter Premium-Bereich bleibt schlechter Content. Ein klarer Basic-A+ Aufbau mit den richtigen Kaufargumenten kann einem überladenen Premium-Design deutlich überlegen sein.
Helium 10 empfiehlt, A+ nicht einfach mit Bildern aus der normalen Produktgalerie zu wiederholen. Genau das ist der richtige Ansatz: A+ sollte zusätzliche Fragen beantworten oder bereits bekannte Kaufargumente deutlich tiefer erklären.
| Kundenfrage | Kaufhürde | Passender A+ Inhalt | Warum? |
|---|---|---|---|
| „Wie benutze ich das?“ | Anwendung unklar | Schrittfolge, Bild-Text-Modul oder bei Premium Video | Der Käufer sieht den Ablauf statt ihn sich vorstellen zu müssen. |
| „Was ist daran anders?“ | Unterschied zur Konkurrenz unklar | Feature-Erklärung oder Vergleich | Konkrete, belegbare Unterschiede werden sichtbar. |
| „Welches Modell brauche ich?“ | Variantenwahl schwierig | Vergleichstabelle | Produkte oder Varianten lassen sich strukturiert gegenüberstellen. |
| „Wie hochwertig ist das?“ | Material / Verarbeitung unklar | Detailbild + kurze Erklärung | Nahaufnahme und Produktfakt ergänzen sich. |
| „Passt das zu meinem Alltag?“ | Use Case nicht klar | Lifestyle + Anwendung | Der Käufer erkennt eine reale Nutzungssituation. |
| „Welche anderen Produkte gibt es?“ | Sortiment unbekannt | Shoppable Comparison / Brand Story | Cross-Selling innerhalb deines Amazon-Katalogs wird möglich. |
Wenn ein Modul nur wiederholt, was bereits im zweiten Produktbild steht, nutze den Platz besser. A+ ist wertvoll, wenn nach dem Scrollen eine zusätzliche Kaufhürde verschwunden ist.
Gerade am Anfang würde ich nicht versuchen, A+ möglichst groß oder möglichst „premium“ aussehen zu lassen. Ich würde zuerst die wenigen Inhalte bauen, die für die Kaufentscheidung wirklich etwas verändern. Ein klarer A+ Bereich mit vier oder fünf starken Aufgaben ist wertvoller als sieben Module voller Wiederholungen.
Nicht mit Logo, Firmengeschichte oder einem allgemeinen „Premium Qualität“-Banner starten. Nimm die Frage, bei der ein Käufer am ehesten zögert: Größe, Anwendung, Material, Kompatibilität oder Unterschied zu anderen Modellen.
Wenn dein Budget begrenzt ist, plane ein gutes Shooting so, dass daraus nicht nur die Produktgalerie entsteht. Fotografiere zusätzlich Querformate, Details und Anwendungssituationen, die du später auch für A+ Content, Store, Ads und Social Media verwenden kannst.
Für Basic A+ stehen aktuell bis zu fünf Module pro ASIN zur Verfügung. Das passt gut zu einem Starter-Ansatz: fünf Aufgaben planen – und erst danach das passende Modul auswählen.
„Wir lieben Qualität und unsere Kunden“ bringt kaum Mehrwert. Interessanter sind Herkunft, Materialauswahl, ein besonderes Herstellungsverfahren oder der Grund, warum das Produkt anders entwickelt wurde – sofern das für den Käufer wirklich relevant ist.
Ein nahtloser Desktop-Look ist nett. Wenn dafür auf dem Smartphone Schrift zu klein wird oder das Produkt im Bild untergeht, ist der Aufbau falsch priorisiert.
| Position | Aufgabe | Was ich dort zeigen würde | Was ich vermeiden würde |
|---|---|---|---|
| 1 | größte Kaufhürde lösen | stärkstes Argument + klare Produktdarstellung | Logo-Banner ohne Produktnutzen |
| 2 | Anwendung verstehen | realistische Nutzung oder kurze Schrittfolge | reines Lifestyle-Bild ohne Aussage |
| 3 | Qualität belegen | Material, Detail, Konstruktion oder Funktion | „hochwertig“ nur behaupten |
| 4 | Fehlkauf vermeiden | Maße, Kompatibilität, Lieferumfang oder Pflege | wichtige Einschränkungen verstecken |
| 5 | richtige Auswahl erleichtern | Vergleich mit passenden eigenen Produkten | willkürliche Cross-Selling-Produkte |
Beauftrage nicht einfach „schönen A+ Content“. Gib vorher einen Content-Brief mit Kundenfragen, Kaufhürden, bestätigten Produktfakten und der Aufgabe jedes Moduls. Sonst bekommst du schnell gute Gestaltung, aber wenig Verkaufslogik.
In gutes Ausgangsmaterial. Saubere Produkt- und Lifestyle-Fotos kannst du an vielen Stellen wiederverwenden. Ein teures Layout kann dagegen kein schwaches, unscharfes oder unpassendes Ausgangsbild retten.
Bei aufwendigen Markenanimationen, dekorativen Bannern und Modulen ohne neue Information. Wenn Budget knapp ist, sollte jeder Euro entweder Produktverständnis, Vertrauen oder eine konkrete Kaufhürde verbessern.
Behandle A+ nicht wie eine Sammlung einzelner Module, sondern wie eine kleine Landingpage. Helium 10 empfiehlt genau dieses durchgehende Denken: Die Inhalte sollten von oben nach unten eine nachvollziehbare Geschichte ergeben und auch auf dem Smartphone funktionieren.
Wiederhole nicht einfach den Produkttitel. Starte mit einem Nutzen, einer Anwendung oder einer Unsicherheit, die für die Kaufentscheidung besonders wichtig ist.
Zeige das Produkt in einer realistischen Situation. Bei erklärungsbedürftigen Produkten können mehrere aufeinanderfolgende Schritte sinnvoller sein als ein einziges Lifestyle-Bild.
Material, Konstruktion, Pflege, Kompatibilität oder technische Eigenschaften gehören hierhin, wenn sie für Käufer relevant sind und vorher noch nicht ausreichend erklärt wurden.
Eine Vergleichstabelle hilft besonders dann, wenn Käufer zwischen mehreren Produkten deiner Marke wählen müssen und die Unterschiede nicht sofort verstehen.
Nutze gegen Ende gezielt häufige Fragen, Fehlannahmen oder Entscheidungshürden. Premium A+ bietet dafür unter anderem Q&A-Module.
Wenn das Produkt verstanden ist, kannst du zeigen, wofür deine Marke steht und welche ergänzenden Produkte sinnvoll sind.
Bei technischen Produkten kann Kompatibilität schon ganz oben stehen. Bei Lebensmitteln kann Herkunft oder Anwendung früher wichtig sein. Die Reihenfolge folgt der Kaufentscheidung – nicht einer Standardvorlage.
Für jedes geplante Modul würde ich vorab vier Dinge notieren: Kundenfrage → Kaufhürde → bestätigter Produktfakt → beste Darstellung. Erst wenn diese vier Punkte klar sind, entscheide ich zwischen Banner, Detailbild, Vergleich, Textmodul, Video oder Q&A.
Wähle das Modul nicht danach, welches im A+ Manager am eindrucksvollsten aussieht. Entscheidend ist, welche Darstellungsform die jeweilige Kundenfrage am schnellsten beantwortet.
| Inhalt | Sinnvolle Darstellung | Geeignet für | Typischer Fehler |
|---|---|---|---|
| Hauptnutzen | breites Bild + kurze Aussage | klaren Einstieg in A+ | allgemeiner Werbespruch ohne Produktbezug |
| Mehrere Vorteile | 3- oder 4-Bild-Modul | unterschiedliche Funktionen / Use Cases | vier fast identische Aussagen |
| Material / Detail | großes Detailbild + Text | Qualität, Konstruktion, Oberfläche | Text behauptet mehr als das Bild belegt |
| Varianten / Sortiment | Vergleichstabelle | Cross-Selling und Produktauswahl | Produkte vergleichen, die für den Käufer gar keine Alternative sind |
| Komplexe Funktion | Premium Hotspot | mehrere Details in einer Ansicht | zu viele kleine Hotspots auf einmal |
| Anwendung / Bewegung | Premium Video | Setup, Nutzung, Mechanik | Werbefilm statt Produktdemonstration |
| Mehrere Szenen | Premium Carousel | Anwendungen, Varianten, Story | schöne Bilder ohne Informationsfortschritt |
| Häufige Fragen | Premium Q&A | Einwände und Unsicherheiten | FAQ mit irrelevanten Standardfragen füllen |
Zeige nicht einfach beliebige Produkte deiner Marke. Vergleiche Produkte, zwischen denen ein Käufer tatsächlich wählen könnte – zum Beispiel verschiedene Größen, Leistungsstufen oder Anwendungsbereiche.
Helium 10 empfiehlt ausdrücklich, A+ nicht nur mit bereits vorhandenen Galerie-Bildern zu füllen. Nutze A+ für zusätzliche Details, neue Nutzungssituationen, Vergleiche oder tiefergehende Erklärungen.
Wenn eine Funktion in Bewegung leichter verständlich ist, kann ein Video-Modul sinnvoller sein als mehrere erklärende Textblöcke. Wie du solche Videos planst, findest du in der eigenen Supporting Page.
Viele A+ Entwürfe werden auf einem großen Monitor gebaut und dort für gut befunden. In der Praxis entscheidet aber die mobile Darstellung darüber, ob Texte lesbar, Produkte sichtbar und Module noch verständlich sind.
Kleine Textblöcke innerhalb einer Grafik werden auf dem Smartphone schnell unlesbar. Nutze große Kernaussagen und lasse längere Erklärungen in den dafür vorgesehenen Textfeldern.
Ein Lifestyle-Bild mit viel Umgebung kann mobil dazu führen, dass das eigentliche Produkt kaum noch erkennbar ist. Prüfe deshalb jeden Zuschnitt auf kleinem Bildschirm.
Helium 10 empfiehlt, Premium A+ wie eine durchgehende Landingpage zu gestalten. Die Module sollten deshalb auch untereinander eine logische Abfolge ergeben.
Was als breiter Banner auf dem Desktop funktioniert, kann mobil anders zugeschnitten oder gestapelt werden. Nutze die Vorschau im A+ Content Manager und kontrolliere die veröffentlichte Seite anschließend zusätzlich auf einem echten Smartphone.
Wenn dein Ausgangsmaterial keinen Platz für mobile Zuschnitte, Text oder alternative Formate lässt, wird die spätere Gestaltung unnötig schwierig.
Rund um die Indexierung von A+ Content kursieren seit Jahren widersprüchliche Aussagen – auch in Seller-Foren. Ein Punkt ist dagegen aktuell von Amazon bestätigt: Für A+ Bilder ist Alt-Text erforderlich, er dient Screenreadern und kann bei Suchergebnissen helfen. Für deine wichtigsten Keywords würde ich mich trotzdem nie auf A+ verlassen. Titel, Produktattribute, Bulletpoints und Backend-Suchbegriffe müssen unabhängig davon sauber aufgebaut sein.
Beschreibe knapp und sachlich, was auf dem Bild zu sehen ist. Amazon nennt als Beispiel einen einfachen Satz wie „Mixer auf der Küchenarbeitsplatte neben Obst und Smoothieglas“.
Ein guter Alt-Text hilft einem Nutzer mit Screenreader, das Bild zu verstehen. Genau deshalb sollte er zuerst beschreiben und nicht mit einer Liste aus Suchbegriffen gefüllt werden.
A+ soll vor allem Käufer überzeugen, die bereits auf deiner Detailseite sind. Titel, relevante Produktattribute, Bulletpoints und Backend-Suchbegriffe bleiben deshalb wichtige Bestandteile deiner Keyword- und Listing-Strategie.
In Seller Central und FBA-Communities drehen sich viele Fragen nicht um die Theorie, sondern um ganz praktische Überraschungen: Die Beschreibung ist plötzlich weg, Premium erscheint nicht, zwischen Modulen bleiben weiße Lücken oder der Entwurf sieht mobil völlig anders aus. Genau diese Punkte solltest du vor dem ersten A+ Projekt kennen.
Das ist kein Fehler. Amazon bestätigt, dass Basic und Premium A+ im Bereich der Produktbeschreibung erscheinen und die normale Textbeschreibung auf der Detailseite ersetzen. Bulletpoints und Produktbilder bleiben davon unberührt.
Mein Tipp: Prüfe vor dem Veröffentlichen, welche wichtigen Informationen bisher nur in deiner Beschreibung stehen. Wenn sie für die Kaufentscheidung relevant sind, müssen sie im A+ Aufbau wieder sinnvoll auftauchen.
Auch diese Frage kommt regelmäßig auf. Amazon erklärt, dass Standardmodule eigenes Padding und Abstände besitzen. Du kannst Basic A+ deshalb nicht beliebig wie eine einzige lange, nahtlose Grafik zusammensetzen.
Mein Tipp: Gestalte nicht gegen das System. Nutze die Abstände als bewusste Trennung zwischen Aussagen. Wenn ein nahtloser Full-Width-Look für deine Marke wirklich wichtig ist, ist Premium A+ die passendere Lösung.
Basic A+ erlaubt aktuell bis zu fünf Module, Premium bis zu sieben. Amazon zeigt in einer Sony-Fallstudie sogar eine Marke, die bewusst alle sieben Premium-Module nutzt. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Seller sieben Module füllen muss.
Mein Tipp: Nutze ein Modul nur, wenn es eine neue Aufgabe erfüllt. Ein siebtes Füllmodul mit derselben Aussage schwächt den Aufbau eher, als dass es ihn verbessert.
In Seller-Communities wird darüber viel diskutiert. Reine Bildwelten können hochwertig aussehen, sind aber schnell problematisch, wenn wichtige Texte mobil zu klein werden oder nur in der Grafik stehen.
Mein Tipp: Nutze Bilder für schnelles Verständnis und die vorgesehenen Textfelder für Informationen, die gelesen werden sollen. So bleibt der Content flexibler, zugänglicher und weniger abhängig von einem einzigen Bildzuschnitt.
Bei der Indexierung kursieren viele widersprüchliche Aussagen. Amazon bestätigt zumindest ausdrücklich, dass der verpflichtende Alt-Text für Screenreader genutzt wird und dabei helfen kann, Produkte in Suchergebnissen zu berücksichtigen.
Mein Tipp: Verlasse dich für deine wichtigste Keyword-Abdeckung trotzdem nicht auf A+ Content. Titel, Produktattribute, Bulletpoints und relevante Suchbegriffe müssen unabhängig davon sauber stehen. Alt-Texte beschreiben zuerst das Bild – sie sind kein Keyword-Mülleimer.
Seller berichten unter anderem von großen Abständen, ungünstigen Zuschnitten oder unscharf wirkenden Bildern auf Mobile. Amazon stellt deshalb Desktop- und Mobile-Vorschauen bereit und einige Premium-Module erlauben alternative mobile Assets.
Mein Tipp: Veröffentliche keinen A+ Bereich, den du nur am Desktop geprüft hast. Teste jedes wichtige Bild auf einem echten Smartphone und schau dir nach der Freigabe die reale Detailseite an – nicht nur die Vorschau.
Premium A+ ist nicht automatisch ein Conversion-Upgrade. Seller diskutieren durchaus Fälle, in denen ein einfacherer A+ Aufbau besser funktioniert. Deshalb würde ich Premium nicht einsetzen, weil es „mehr kann“, sondern nur dort, wo Video, Hotspots, Full-Width-Visuals, Q&A oder Carousels tatsächlich eine Kundenfrage besser lösen.
Amazon selbst hat generative KI direkt in den A+ Content Manager integriert. Zusätzlich kannst du externe KI für Konzept, Varianten und Produktionsbausteine nutzen. Entscheidend ist, dass Produktfakten und Bilddarstellung am Ende weiterhin stimmen.
Bei unterstützten Modulen kannst du Text- und Bildfelder auswählen und Inhalte generieren lassen. Amazon kann dabei Erkenntnisse zu deiner ASIN und erfolgreichen Produkten in der Kategorie einbeziehen.
Lass KI nicht bei null anfangen. Gib bestätigte Produktdaten, relevante Kundenfragen, gewünschte Module und die Aufgabe des jeweiligen Abschnitts vor.
KI eignet sich gut, um mehrere Überschriften, kurze Nutzenformulierungen, Modulfolgen oder Visualisierungsideen zu entwickeln, die du anschließend auswählst und prüfst.
Besonders bei generierten Bildern musst du Form, Farbe, Material, Verpackung, Zubehör, Anschlüsse und Funktionen kontrollieren. Ein optisch starkes Bild ist unbrauchbar, wenn es dem Käufer ein anderes Produkt zeigt.
Für kurze zusätzliche Video-Szenen kannst du auch meinen KI-Produktvideo-Agenten als Produktionsbaustein einsetzen. Für Amazon gilt dabei dieselbe Regel wie bei normalen Produktvideos: Jede Szene muss zum tatsächlich verkauften Produkt passen.
Mein Workflow erzeugt aus einem vorhandenen Produktfoto kurze Marketing-Clips. Diese kannst du als Ausgangsmaterial nutzen und mit echten Aufnahmen oder weiteren Szenen kombinieren.
Wenn du wiederkehrende Content-Aufgaben automatisieren möchtest, findest du weitere vorbereitete Workflows in meiner KI-Agenten-Übersicht.
Für berechtigte Marken bietet Amazon mit „Manage Your Experiments“ echte A/B-Tests für A+ Content und Brand Story. Damit kannst du zwei unterschiedliche Versionen an verschiedene Kundengruppen ausspielen und anhand von Verkaufs- und Conversion-Daten vergleichen.
Amazon empfiehlt, nicht zwei fast identische Versionen gegeneinander laufen zu lassen. Teste zum Beispiel unterschiedliche Einstiege, Bildkonzepte, Modulreihenfolgen oder Kaufargumente.
Wenn du die Laufzeit selbst wählst, empfiehlt Amazon etwa acht bis zehn Wochen. Bei der Einstellung „bis Signifikanz“ können Ergebnisse in manchen Fällen bereits nach ungefähr vier Wochen vorliegen.
Amazon zeigt unter anderem Einheiten, Umsatz, Conversion Rate, Einheiten pro eindeutigem Besucher und Stichprobengröße. So kannst du Entscheidungen fundierter treffen.
Dann dokumentiere größere Änderungen trotzdem sauber und beobachte Conversion, Kundenfragen und Retourengründe. Ein normaler Vorher-Nachher-Vergleich ist allerdings kein kontrollierter A/B-Test und sollte entsprechend vorsichtig interpretiert werden.
Manage Your Experiments steht professionellen Verkäufern mit Brand-Registry-Berechtigung zur Verfügung und kann neben A+ auch weitere Listing-Inhalte testen.
Wenn dieselben Motive und Aussagen noch einmal auftauchen, entsteht kaum zusätzlicher Informationswert.
Ein Käufer möchte zuerst wissen, ob das Produkt sein Problem löst. Marke und Geschichte sind danach deutlich sinnvoller platziert.
Lange Texte in Grafiken werden auf Mobile schnell unlesbar und lassen sich schlechter an unterschiedliche Darstellungen anpassen.
Mehr Module bedeuten nicht automatisch mehr Überzeugung. Jeder Abschnitt sollte eine konkrete Aufgabe haben.
Banner, Texte und Details können auf dem Smartphone völlig anders wirken. Prüfe deshalb beide Darstellungen vor dem Absenden.
Superlative, Garantien, Gesundheitsversprechen, Bewertungen oder Vergleiche müssen Amazons Richtlinien entsprechen und dürfen nicht irreführend sein.
Amazon empfiehlt bei zeitkritischen Aktionen, mindestens etwa eine Woche für die Prüfung von A+ Content einzuplanen. Wenn Inhalte abgelehnt werden, brauchst du zusätzliche Zeit für Korrektur und erneute Einreichung.
A+ Content erweitert eine Amazon Produktdetailseite um zusätzliche Bilder, Texte, Banner und Vergleichselemente. Premium A+ bietet darüber hinaus unter anderem Videos, Hotspots, Karussells und Q&A-Module.
Amazon nennt einen professionellen Verkaufstarif als Grundlage. Bei Markenprodukten brauchst du außerdem eine passende Brand-Representative- oder Reseller-Rolle für eine in Brand Registry registrierte Marke. Amazon nennt auch generische Produkte im eigenen Katalog als mögliche Berechtigung.
Amazon beschreibt A+ Content aktuell als kostenlos für Verkäufer, die die jeweiligen Zugangsvoraussetzungen erfüllen. Premium A+ ist zusätzlich an bestimmte Berechtigungskriterien gebunden.
Basic A+ bietet Bilder, Texte, Banner und Vergleichselemente. Premium A+ erweitert diese Möglichkeiten unter anderem um größere Bildflächen, Videos, Hotspots, Bild- und Video-Karussells, Q&A-Module und erweiterte shoppable Inhalte.
Amazon nennt aktuell eine veröffentlichte Brand Story auf allen von dir besessenen Marken-ASINs sowie mindestens fünf genehmigte und veröffentlichte A+ Projekte innerhalb der vergangenen zwölf Monate als zentrale Voraussetzungen. Wenn deine Marke berechtigt ist, wird der Premium-Zugang im A+ Content Manager angezeigt.
Gute A+ Inhalte beantworten zusätzliche Kauf- und Produktfragen, statt nur die normale Bildergalerie zu wiederholen. Sinnvoll sind je nach Produkt zum Beispiel Anwendung, Material, technische Details, Größen- oder Variantenvergleich, häufige Einwände und passende Produkte aus dem eigenen Sortiment.
A+ Content sollte nicht als zusätzlicher Keyword-Speicher behandelt werden. Amazon verlangt jedoch Alt-Texte für A+ Bilder und weist darauf hin, dass diese Screenreadern dienen und auch bei Suchergebnissen helfen können. Die wichtigsten Keywords sollten weiterhin sauber über die relevanten Listing-Felder abgedeckt werden.
Ja. Amazon bietet in unterstützten „AI Ready“-Modulen eigene generative KI für Text- und Bildfelder an. Auch externe KI kann bei Konzepten und Varianten helfen. Produktdaten, Bilder und Aussagen müssen vor der Veröffentlichung trotzdem auf Richtigkeit geprüft werden.
Premium A+ unterstützt Video-Module. Sie eignen sich besonders für Anwendung, Setup, Bewegung oder erklärungsbedürftige Funktionen. Ein Video sollte eine konkrete Kaufhürde lösen und nicht nur als Imagefilm dienen.
Ja. Amazon bestätigt, dass Basic und Premium A+ im Bereich der Produktbeschreibung angezeigt werden und die normale Textbeschreibung auf der Detailseite ersetzen. Prüfe deshalb vor dem Wechsel, ob wichtige Informationen aus deiner bisherigen Beschreibung im neuen A+ Aufbau wieder vorkommen müssen.
Amazon nennt aktuell bis zu fünf Module pro ASIN für Basic A+ und bis zu sieben Module für Premium A+. Du musst die maximale Anzahl aber nicht zwingend ausschöpfen. Jedes Modul sollte eine eigene relevante Aufgabe erfüllen.
Die Standardmodule besitzen von Amazon vorgegebene Abstände und Padding. Ein vollständig nahtloser Aufbau lässt sich mit Basic A+ deshalb nicht immer herstellen. Premium A+ bietet größere und stärker zusammenhängende Darstellungen.
Amazon prüft die Premium-Berechtigung regelmäßig und schaltet den Zugang automatisch frei, wenn die Anforderungen erfüllt sind. Prüfe insbesondere, ob auf allen eigenen Marken-ASINs eine Brand Story veröffentlicht ist und mindestens fünf A+ Projekte in den vergangenen zwölf Monaten genehmigt und veröffentlicht wurden.
Für berechtigte Marken bietet Amazon „Manage Your Experiments“. Damit lassen sich unterschiedliche A+ Versionen und auch Brand Story Inhalte per A/B-Test vergleichen. Amazon zeigt dabei unter anderem Verkäufe, Conversion Rate und weitere Leistungskennzahlen.
Mit Produktbildern, Produktvideos und A+ Content sind die drei großen visuellen Vertiefungen von „Amazon Content erstellen“ abgedeckt. Titel, Bulletpoints, Produktdaten und Keywords bleiben Bestandteil der übergeordneten Content-, Listing- und Keyword-Seiten.
Produktdaten, Texte, Bilder, A+ Content und Videos zu einem klaren Content-System verbinden.
Zur Content-Übersicht →Hauptbild, Bildreihenfolge, Infografiken, Lifestyle und eine sinnvolle Produktgalerie planen.
Produktbilder erstellen →Videoarten, Amazon-Vorgaben, 3D-Funktionen, Aufbau und KI-Unterstützung richtig einsetzen.
Produktvideos erstellen →Plane deshalb zuerst die Kaufhürden, dann die Modulfolge und erst danach das Design. So wird aus zusätzlicher Fläche ein sinnvoller Teil deiner Produktdetailseite statt nur eine längere Produktbeschreibung.