Pinterest kann dein Traffic-Kanal sein
Deine Pins werden über Suche, Empfehlungen und Pinnwände gefunden. Der Klick kann direkt zum Affiliate-Angebot führen, wenn Pinterest und dein Partnerprogramm diesen Weg erlauben.
Ja, Pinterest Affiliate Marketing kann grundsätzlich auch ohne eigene Website funktionieren. Pinterest erlaubt Affiliate-Links direkt in Pins. Entscheidend ist aber nicht nur Pinterest: Auch dein Affiliate-Programm muss Pinterest oder Social Media als Werbekanal zulassen.
Auf dieser Seite geht es deshalb nicht um die theoretische Frage „Geht das?“, sondern darum, wie du ohne Website wirklich startest, welche Einschränkungen du kennen solltest und wann eine eigene Website später trotzdem sinnvoll wird.
Von Luisa Luer – Online-Marketing-Expertin seit 2014
Pinterest beschreibt Affiliate-Links ausdrücklich als Möglichkeit für Creator, Geld zu verdienen. Der eindeutige Affiliate-Link wird beim Erstellen des Pins als Ziel-Link eingesetzt. Damit kann ein Nutzer vom Pin direkt zur Produkt- oder Angebotsseite weitergeleitet werden.
Auch große Affiliate-Netzwerke arbeiten nicht ausschließlich mit klassischen Websites. Awin beschreibt Social-Media-Kanäle ausdrücklich als möglichen Werbeweg und nennt Pinterest als Plattform, auf der Affiliate-Links direkt als Pin-URL eingesetzt werden können. Impact beschreibt Publisher ebenfalls als Betreiber von Websites oder Social-Media-Kanälen, die trackbare Links einsetzen.
Deine Pins werden über Suche, Empfehlungen und Pinnwände gefunden. Der Klick kann direkt zum Affiliate-Angebot führen, wenn Pinterest und dein Partnerprogramm diesen Weg erlauben.
Nicht jedes Programm akzeptiert automatisch jedes Social-Media-Profil. Manche Programme prüfen dein Profil, deine Inhalte, deine Reichweite oder verlangen einen anderen zugelassenen Werbekanal.
Ein Affiliate-Link allein ist kein Geschäftsmodell. Du brauchst Pins, die eine konkrete Frage beantworten, eine Idee liefern oder bei einer Kaufentscheidung helfen.
Genau hier machen Anfänger häufig den ersten Fehler: Sie bauen ein Pinterest-Profil auf, melden sich bei einem beliebigen Partnerprogramm an und merken erst danach, dass dieser Anbieter ihren Werbekanal nicht akzeptiert.
Suche in den Teilnahmebedingungen nach Begriffen wie Social Media, Social Network, Creator, Publisher-Profil oder Pinterest. Awin beschreibt Pinterest beispielsweise ausdrücklich als Social-Media-Kanal für Affiliate-Links.
Einige Programme akzeptieren Social Media grundsätzlich, stellen aber zusätzliche Anforderungen an Qualität, Reichweite oder bereits vorhandene Inhalte. Semrush verlangt beispielsweise bei der Bewerbung Links zu Website, Blog oder Social-Media-Konten und lehnt unfertige oder inhaltlich schwache Kanäle ab.
Beim deutschen Amazon PartnerNet werden bei der klassischen Bewerbung derzeit bestimmte soziale Netzwerke ausdrücklich genannt. Pinterest gehört in der aktuellen deutschen PartnerNet-Hilfe nicht zu dieser Liste. Deshalb solltest du nicht einfach davon ausgehen, dass ein Pinterest-Profil allein für die normale PartnerNet-Bewerbung genügt.
Gleichzeitig bietet Pinterest inzwischen eine direkte Amazon-Storefront-Verknüpfung für berechtigte Creator. Dabei können geeignete Amazon-Produkte auf Pinterest markiert und Affiliate-Links automatisch angewendet werden. Das ist ein anderer Weg als die klassische PartnerNet-Bewerbung über eine Website oder die von Amazon akzeptierten Social-Media-Seiten.
Du brauchst am Anfang keinen komplizierten Funnel. Ein klarer Ablauf mit einem Thema, einem passenden Partnerprogramm und wenigen guten Pins reicht, um zu lernen, wie Pinterest-Traffic und Affiliate-Tracking zusammenspielen.
Nutze ein Unternehmenskonto, damit du Pinterest Analytics für deine veröffentlichten Pins verwenden kannst. Profilname, Beschreibung und Profilbild sollten erkennen lassen, zu welchem Thema du Inhalte veröffentlichst.
„Produkte, die ich mag“ ist zu breit. Besser ist zum Beispiel Homeoffice für Selbstständige, kleine Küchen organisieren, Reisen mit Handgepäck oder Tools für Content Creator. Überlege zusätzlich, für wen du die Inhalte machst: Anfänger, Familien, Selbstständige, Reisende oder eine andere klar erkennbare Zielgruppe. Je genauer Thema und Zielgruppe zusammenpassen, desto leichter werden Produktwahl, Keywords und Pin-Ideen.
Suche nicht einfach Produkte mit hoher Provision. Ein Produkt sollte zu deinem Thema, zur Zielgruppe und zu einer konkreten Such- oder Kaufabsicht auf Pinterest passen. Frage dich deshalb zuerst: Welches Problem löst das Produkt, für wen ist es gedacht und lässt sich daraus ein hilfreicher Pin statt bloßer Werbung machen?
Lies die Bedingungen vor der Anmeldung. Prüfe, ob ein Social-Media-Profil reicht, ob Pinterest ausdrücklich genannt wird und ob es Mindestanforderungen an Inhalt oder Reichweite gibt.
Erzeuge den Link im jeweiligen Partnerprogramm. Verwende nicht einfach die normale Shop-URL, weil sonst deine persönliche Zuordnung fehlen kann.
Der Pin sollte einen Grund zum Klicken liefern: eine Checkliste, einen Vergleich, eine Problemlösung, eine konkrete Produktidee oder eine Kaufhilfe. Pinterest selbst verlangt bei Affiliate-Inhalten Originalität und einen erkennbaren Mehrwert.
Trage deinen vollständigen Affiliate-Link in das Link- bzw. Ziel-URL-Feld des Pins ein. Der kommerzielle Charakter muss klar erkennbar sein. Beachte neben Pinterest auch die Kennzeichnungsregeln deines Partnerprogramms und die geltenden rechtlichen Vorgaben.
Öffne den fertigen Pin auf Mobilgerät und Desktop. Prüfe, ob der Link auf die richtige Zielseite führt, das Produkt noch verfügbar ist und die Zielseite wirklich zum Versprechen des Pins passt.
Pinterest zeigt dir unter anderem ausgehende Klicks deiner Pins. Ob daraus ein Verkauf entstanden ist, prüfst du anschließend im Dashboard deines Affiliate-Programms. Erst beide Daten zusammen zeigen dir, ob ein Pin nur Interesse weckt oder tatsächlich Umsatz bringt.
Beispiel: Dein Pinterest-Thema ist „Homeoffice auf kleinem Raum“. Du hast ein Partnerprogramm gefunden, das Social-Media-Traffic erlaubt, und möchtest eine platzsparende Monitorhalterung empfehlen.
Das ist reine Produktwerbung und gibt dem Nutzer kaum einen Grund, deinen Pin ausgerechnet zwischen vielen anderen Produktbildern anzuklicken.
Zum Beispiel: „Kleiner Schreibtisch? 5 Ideen, mit denen du mehr Arbeitsfläche bekommst.“ Eine der Lösungen ist die Monitorhalterung.
Wenn der Pin konkret diese Halterung empfiehlt, kann der Ziel-Link direkt zur passenden Produktseite führen – vorausgesetzt Pinterest und dein Partnerprogramm erlauben diesen direkten Weg.
Ohne Website kannst du starten – aber du gibst auch einige Möglichkeiten ab. Diese Nachteile bedeuten nicht, dass du sofort eine Website bauen musst. Du solltest nur wissen, welche Funktionen später interessant werden können.
Ohne eigene Domain kannst du keine eigene Website bei Pinterest verifizieren. Dadurch fehlen dir die zusätzlichen Zuordnungen und Website-Analytics für Inhalte deiner Domain.
Rich Pins synchronisieren Daten aus den Meta-Tags einer Website. Ohne eigene Website mit entsprechenden Daten kannst du diese Funktion nicht für eigene Artikel nutzen.
Ein Pin kann ein Produkt gut einführen, aber ein ausführlicher Vergleich, mehrere Alternativen oder ein komplexes Problem lassen sich auf einer eigenen Seite besser erklären.
Bei einem Direktlink landet der Nutzer sofort beim Händler. Du kannst ihn dort nicht zusätzlich zu einem Newsletter, einem Vergleich oder anderen eigenen Inhalten führen.
Eine Website ist kein Pflichtschritt am ersten Tag. Sie wird dann interessant, wenn Pinterest bereits funktioniert und du mehr Kontrolle über Inhalte, Rankings, Vergleiche und deine Besucher haben möchtest.
Bei teureren Produkten, Vergleichen oder komplizierten Entscheidungen kannst du auf einer eigenen Seite ausführlich erklären, Alternativen zeigen und mehrere Empfehlungen sinnvoll einordnen.
Eigene Ratgeberseiten können neben Pinterest auch über Suchmaschinen Besucher bekommen. Damit bist du weniger von einem einzigen Traffic-Kanal abhängig.
Eine verifizierte Website verbindet Pins aus deiner Domain stärker mit deinem Pinterest-Profil und eröffnet zusätzliche Website-bezogene Analytics.
Produktlisten, Vergleiche, Freebies und E-Mail-Aufbau lassen sich auf einer eigenen Seite langfristig strukturierter verbinden.
Einige Programme prüfen deinen Werbekanal. Ein Profil ohne Inhalte, klare Nische oder erkennbare Aktivität kann schon bei der Bewerbung ein Problem sein.
Pinterest verlangt bei Affiliate-Inhalten Originalität und Mehrwert. Ein Feed aus austauschbaren Shopbildern ist deshalb keine gute Strategie.
Pinterest kann einen Link technisch akzeptieren, obwohl dein Partnerprogramm diesen Werbekanal nicht freigegeben hat.
Viele Einblendungen bedeuten noch keine Verkäufe. Entscheidend sind ausgehende Klicks, die Qualität der Zielseite und die Daten im Affiliate-Dashboard.
Du willst ohne eigene Website starten und trotzdem einen klaren Ablauf haben? Der Starterplan führt dich Schritt für Schritt durch Thema, Produkte, Partnerprogramm, Affiliate-Link, Keywords und erste Pins.
Nein. Pinterest erlaubt Affiliate-Links direkt in Pins. Du brauchst aber ein Affiliate-Programm, das deinen Pinterest- oder Social-Media-Werbekanal akzeptiert.
Ja. Für Pinterest Analytics brauchst du ein Unternehmenskonto. Ohne verifizierte eigene Website fehlen dir allerdings bestimmte Website-bezogene Zuordnungen und Analytics.
Nein. Jedes Programm hat eigene Teilnahmebedingungen. Manche akzeptieren Social-Media-Profile, andere verlangen bestimmte Kanäle, Reichweite, Inhalte oder eine Website.
Verlasse dich darauf nicht. Amazon Deutschland nennt bei der klassischen PartnerNet-Bewerbung aktuell bestimmte akzeptierte soziale Netzwerke, Pinterest gehört dort nicht zur aufgeführten Liste. Prüfe deshalb den für dich passenden Amazon-Weg und die aktuellen Bedingungen.
Nein, nicht zwingend. Pinterest kann direkt auf einen erlaubten Affiliate-Link verweisen. Eine zusätzliche Linkseite kann sinnvoll sein, wenn du mehrere Ziele bündeln willst, muss aber ebenfalls zu den Regeln deines Affiliate-Programms passen.
Du hast weniger Kontrolle über den Weg nach dem Klick. Außerdem kannst du keine eigene Domain verifizieren und keine eigenen Rich Pins aus Website-Inhalten aufbauen.
Wenn du merkst, dass bestimmte Themen regelmäßig Klicks bekommen und du ausführlichere Vergleiche, Ratgeber, mehrere Empfehlungen oder zusätzliche Suchmaschinen-Besucher aufbauen möchtest.
Für Pinterest-Funktionen und Affiliate-Regeln nutze ich offizielle Pinterest-Unterlagen. Ergänzend habe ich aktuelle Affiliate- und Marketingquellen von Shopify, Awin, Impact, Hootsuite, Semrush und Amazon geprüft. Dadurch basiert die Seite nicht nur auf Pinterest-Hilfetexten, sondern auch auf Teilnahmebedingungen und Praxiserfahrungen etablierter Anbieter.